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Digitale Gefahren im Urlaub vermeiden

02.08.2013 | 16:29 Uhr |

Zum Reisegepäck gehören heutzutage neben Badekleidung und Sonnenbrille auch Smartphones oder Mobilrechner. Laut einer Umfrage macht sich mehr als Hälfte der Urlauber allerdings Sorgen um die Sicherheit bei der Internet-Nutzung im Ausland.

In den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und NRW haben die Sommerferien begonnen, während sich die Urlaubszeit im Rest des Landes bereits dem Ende zuneigt. Mit Smartphone, Tablet-PC oder Notebook im Gepäck halten Urlauber Kontakt zu den Daheimgebliebenen, informieren sich über die Nachrichtenlage und konservieren Urlaubserlebnisse in Bild und Ton. Doch eine Umfrage zeigt, dass sich viele Reisende Gedanken über die Internet-Sicherheit im Urlaub machen.

Laut einer Umfrage des Antivirusherstellers F-Secure sorgt sich gut die Hälfte der Befragten um die Sicherheit öffentlicher WiFi-Netze – mit Recht. Öffentliche WLAN-Hotspots, sei es im Hotel, im Restaurant oder am Flughafen, bieten zwar eine bequeme Möglichkeit zur Internet-Nutzung, bergen jedoch auch Risiken. Offene WiFi-Netze sollten als das behandelt werden, was sie sind: öffentliche Räume. Mit leicht verfügbarer Software kann im Grunde Jedermann belauschen und aufzeichnen, was die Menschen in der näheren Umgebung gerade im Internet treiben.

Safer Surfing im Urlaub
Vergrößern Safer Surfing im Urlaub
© F-Secure

Um sich auf allgemein zugänglichen Websites zu informieren, mag ein öffentliches WLAN ausreichen. Bei anmeldepflichtigen Online-Diensten sieht das schon anders aus. Spätestens für das Online-Banking sollten Urlauber trotz Roaming-Gebühren den Datentarif ihres Mobilfunk-Providers nutzen oder sich eine Prepaid-Karte im Urlaubsland besorgen. Zwar sind Verbindungen zu Banken-Websites mit SSL verschlüsselt (HTTP S ), das genügt jedoch nicht als Sicherheitsmaßnahme, wenn ein öffentliches WLAN benutzt wird. Gleiches gilt für in Internet-Cafés bereit gestellte Computer, die mit Spyware präpariert sein können, um die Zugangsdaten für Mail-Dienste oder Online-Banking abzugreifen.

F-Secure hat ein paar Tipps zusammengestellt, die Urlauber bei der WiFi-Nutzung beachten sollten:

  • Allgemeine Regel: Betrachten Sie alles, was Sie über öffentliche WiFi-Netze tun, als Teil eines öffentlichen Gesprächs.

  • Schalten Sie die Einstellungen ab, dass sich Ihr Gerät an öffentlichen WiFi-Spots automatisch verbindet.

  • Löschen Sie die unterwegs verwendeten WLAN Access Points, wenn Sie wieder nach Hause kommen.

  • Während der Reise sollten Sie nicht in Anwendungen angemeldet sein, die Sie nicht unbedingt brauchen.

  • Überprüfen Sie bei der Einrichtung der Netzwerkverbindung, dass es sich tatsächlich um das vorhandene Netz handelt und nicht das eines Betrügers.

  • Achten Sie auf Ihre Umgebung und jemanden, der versucht, einen Blick über ihre Schulter zu werfen.

  • Verwenden Sie ein separates Kennwort für jedes Konto.

  • Bei Laptops sollten Sie Filesharing deaktivieren und die Firewall so einstellen, dass eingehende Verbindungen blockiert werden.

  • Verwenden Sie, wenn möglich, ein VPN (Virtual Private Network), das Ihre Verbindung sogar in einem öffentlichen WiFi sichert.

  • Verwenden Sie einen Reise-Router mit einer Prepaid-SIM-Karte für Ihr persönliches WiFi-Netzwerk.

  • Achten Sie zumindest auf das „https" in der Adressleiste für jede Website, auf der Ihre persönlichen Daten zu sehen sind. Ist dieses nicht vorhanden, meiden Sie die Website.

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