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Digitale Agenda will flächendeckendes High-Speed-Internet

20.08.2014 | 18:34 Uhr |

Mit der Digitalen Agenda will die Bundesregierung den flächendeckenden Ausbau von High-Speed-Internet vorantreiben.

Bis 2018 sollen in allen Regionen Deutschlands schnelle Internet-Anschlüsse zur Verfügung stehen. Dieses Vorhaben will die Bundesregierung mit der „Digitalen Agenda 2014 – 2017“ ( PDF ) umsetzen, die in dieser Woche in Berlin vorgestellt wurde.

Laut Alexander Dobrindt (CSU), Minister für digitale Infrastruktur, wolle die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren eine flächendeckende Breitbandversorgung von 50 Mbit/s realisieren. Wie viel Geld das Mammut-Projekt verschlingen wird, ist vorerst allerdings noch unklar.

Die Deutsche Telekom reagierte heute umgehend mit einer offiziellen Stellungnahme. Vor allem der Netzausbau in ländlichen Regionen lohne sich für das Unternehmen derzeit nicht, weshalb eine Umsetzung der Digitalen Agenda ohne staatliche Hilfe nicht machbar sei. Minister Dobrindt hatte dem Konzern bereits zugesichert, einen Teil der Erlöse aus den anstehenden Frequenzauktionen wieder in den Breitbandausbau stecken zu wollen.

Von dieser Vorzugsbehandlung der Telekom zeigt sich hingegen der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) pikiert. Bei der Ausarbeitung der Digitalen Agenda habe es keine Abstimmung auf kommunaler Ebene gegeben. Diese sei jedoch für den Breitbandausbau unverzichtbar. Nicht nur für die Telekom, sondern auch für die Stadtwerke-Konzerne müssten finanzielle Anreize geschaffen werden.


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