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Digitale Musik verkauft sich gut

Der Musikkonzern Warner Music konnte Rekordumsätze mit digital vertriebener Musik verzeichnen – trotz der anhaltenden Raubkopiererdebatte.

In den Augen der Musikindustrie sind meistens so genannte „Raubkopierer" schuld an rückläufigen Umsätzen. Die Diskussionen diesbezüglich und um das Erstellen von Privatkopien läuft mit unverminderter Heftigkeit. Dass es der Musikindustrie offenbar nicht ganz so schlecht geht, zeigt Warner Music mit seinen aktuellen Quartalszahlen. Der Konzern verzeichnet sogar Rekordumsätze mit digital vertriebener Musik. Dies ist besonders erwähnenswert, da der Zuwachs im Digitalvertrieb die Umsatzrückgänge beim Verkauf physischer Tonträger mehr als ausgeglichen hat.

Insgesamt verzeichnete Warner Music einen Umsatz von 3,516 Milliarden US-Dollar gegenüber 3,502 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Mit 355 Millionen US-Dollar verdoppelte sich der Anteil digitaler Musik an der Gesamtsumme. In den USA machen Online-Verkäufe bereits 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch das letzte Quartal lief für den Medienkonzern gut: 66 Millionen US-Dollar Gewinn stehen einem Verlust von 14 Millionen US-Dollar im dritten Jahresquartal gegenüber.

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