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Digitale Fotos: Regelmäßige Datensicherung wichtig

Hobbyfotografen sollten ihre digitalen Bilddateien zur Sicherung regelmäßig umkopieren.

Hobbyfotografen sollten ihre digitalen Bilddateien zur Sicherung regelmäßig umkopieren. Um Datenverlust vorzubeugen und sicherzustellen, dass die Fotos möglichst lange gelesen werden können, empfiehlt Bernd Schwenke, Experte für CD- und DVD-Speichermedien bei der Stiftung Warentest in Berlin, dabei mehrgleisig zu fahren. "Die Datensicherung ist ein Prozess. Man muss sich permanent darum kümmern, die Daten an mehreren Orten abzulegen."

Nach Ansicht des Experten reicht es langfristig nicht aus, digitale Fotos nur auf CD- oder DVD-Rohlinge zu brennen. So unterlägen die aus Polycarbonat hergestellten Speichermedien einem natürlichen Alterungsprozess. Durch Materialveränderungen werden die auf ihnen gespeicherten Daten irgendwann unlesbar und sind verloren, wenn sie nicht zusätzlich zum Beispiel auf Festplatten abgelegt sind.

Beschleunigt wird dieser Prozess laut Schwenke durch mechanische Beanspruchung sowie Licht- und Wärmeeinwirkung. Eine sauber gebrannte DVD, die bei Zimmertemperatur trocken gelagert wird, dürfte jedoch "einige Jahre" lesbar sein, schätzt der Tester. Allerdings gebe es je nach Rohlings-Typ Unterschiede: Tendenziell besäßen CDs eine längere Lebensdauer als DVDs. Zur Archivierung sei es daher sinnvoll, Bilddateien nicht nur auf DVDs, sondern auch auf CDs zu brennen.

Allerdings sollte auch ein Wechsel der Speichergeräte abgewogen werden. Denn in der Entwicklung der Speichertechnik kommt es laut Schwenke immer wieder zu "Technologiesprüngen", bei denen alte Speicherverfahren von neuen abgelöst werden. Bei einem Defekt des alten Lesegeräts wären die Daten ebenfalls verloren, weil die Industrie irgendwann keine Ersatzteile zur Reparatur mehr vorhält.

Schwenke empfiehlt, die Inhalte des Fotoarchivs alle drei bis fünf Jahre auf ein neues Speichermedium umzukopieren - möglichst als unkomprimierte Rohdaten, um eventuelle Fehler bei der Komprimierung auszuschließen. Anders als bei herkömmlichen Fotos sei der Umgang mit digitalen Bildern ein umfangreiches "Prozessmanagement", das nie aufhören dürfe - "sonst sind die Daten weg."

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