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Diesjähriger "Big Brother Award" ging an die US-Regierung

07.04.2003 | 11:38 Uhr |

Bei der diesjährigen Verleihung der US-"Big Brother Awards" ging der Hauptpreis an die US-Regierung. Als auszeichnungswürdig befanden die Juroren der Bürgerrechtler das "Total Information Awareness"-Programm, das in einer gigantischen Datenbank Informationen jeglicher Art sammeln soll.

Bei der diesjährigen Verleihung der US-"Big Brother Awards" ging der Hauptpreis an die US-Regierung. Als auszeichnungswürdig befanden die Juroren der Bürgerrechtler das "Total Information Awareness"-Programm , das in einer gigantischen Datenbank Informationen jeglicher Art sammeln soll.

Das Programm wurde nach den Anschlägen des 11. September unter Führung von John Poindexter ins Leben gerufen und ist Teil des "Defense Advanced Research Projects Agency's Information Awareness Office". Unter anderem sollen Daten aus den Bereichen Finanzen, Medizin und Reise, aber auch Sprachaufzeichnungen gesammelt werden.

Ziel der massiven Datensammlung ist für die USA die Möglichkeit, anhand der Daten ausländische Terroristen aufzuspüren, zu klassifizieren und zu identifizieren. Nach Protesten im eigenen Land soll die Schnüffelei allerdings Grenzen haben - in den USA. Im Ausland hingegen soll hemmungslos gesammelt werden dürfen ( wir berichteten ).

Kandidaten für den "Big Brother Award" werden von verschiedenen Experten und Privatpersonen eingereicht und von Anwälten, Bürgerrechtlern, Akademikern und Journalisten ausgewählt. Die zweifelhafte Ehre wird allerdings nicht nur Unternehmen oder Personen in den USA zuteil. Auch in anderen Ländern verleihen Organisationen diesen Preis an stark in die Privatsphäre eingreifende Programme. Weitere Informationen finden Sie hier .

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