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Dieser junge Mann kennt Apples Geheimnisse

11.09.2013 | 13:31 Uhr |

Der Australier Sonny Dickson hat vor der offiziellen iPhone-5S-Vorstellung zahlreiche Fotos veröffentlicht. In einem Interview verrät er, wie er an die Geräte gekommen ist.

Viele der Gerüchte über das iPhone 5S waren korrekt. So stimmten beispielsweise der Name 5S, die Ankündigung eines zweiten Modells namens iPhone 5C , das in vielen Farben erhältlich sein soll, und das Gerücht über einen Fingerabdrucksensor. Offenbar kann auch Apple nicht verhindern, dass es irgendwo in der langen Kette der Zulieferer eine oder mehrere undichte Stellen gibt. Tatsächlich mag so manch einer, der die Gerüchte vorab aufgeschnappt hatte, sogar ein bisschen enttäuscht gewesen sein, dass Apple kein verborgenes Ass mehr aus dem Ärmel gezaubert hat.

Einer der besonders viele Infos vorab verbreitet hatte, ist Sonny Dickson. Auf seinem Blog präsentierte er beispielsweise schon Ende August ein Foto mit einem goldenen und einem silbernen Smartphone - dem iPhone 5S. Die Fotos sind gestochen scharf und scheinbar in aller Ruhe aufgenommen. Wenige Tage später zeigt Dickson auf seinem Blog den Fingerabdrucksensor des iPhone 5S. Wie kommt Sonny Dickson an diese Informationen?

In einem Skype- Interview mit tech.fortune.cnn verriet der Australier, dass seine Quellen für Apple in China arbeiten würden. Diese würden ihm Teile von der Produktion schicken. Mit den meisten würde er über Webchats Kontakt aufnehmen - mithilfe des Google-Übersetzers auf Weibo.com, einem in China sehr beliebten sozialen Netzwerk. Andere, so Dickson, würden ihn von sich aus kontaktieren. Über Geld spricht er nicht gerne - er sagt im Interview nur, mit dem Geld, dass er diesen Monat verdient habe (Dickson verdient an Werbung auf seinem Blog), könne er sich eine Tasche bei Louis Vuitton kaufen. Ein Blick auf sein Instagram-Profil zeigt, dass er offenbar eine Schwäche für Luxus-Konsumgüter hat.

Doch seine Quellen schicken ihm die iPhone-Teile nicht umsonst zu. Er bezahle sie dafür, sagt Dickson. Für die Rückseite eines iPhone 5C habe er beispielsweise 250 Dollar gezahlt.

Dass Apple von solchen Geschäften und Leaks wenig begeistert sein dürfte, liegt auf der Hand. Dickson erzählt, dass er täglich Besuch aus Cupertino bekomme - virtuell auf seiner Webseite. IP-Adressen, die er U.S. Homeland Security zuordnet, seien im letzten Monat 67mal auf der Seite gewesen. Er selbst sagt, dass er keine Gesetze breche, die andere nicht auch brechen würden. Sein genaues Alter verrät Dickson im Interview nicht, aber er sagt, dass er Alkohol trinken dürfe - in Melbourne hieße das, dass er wenigstens 18 Jahre alt ist. Was Apple nun gegen den jungen Mann unternehmen wird, bleibt abzuwarten.

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