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Diese Kopfhörer kosten 50.000 Euro

09.11.2015 | 10:20 Uhr |

Mit den Kopfhörern Orpheus will Sennheiser die besten Kopfhörer der Welt anbieten. Und das hat seinen Preis.

Nach langjähriger Entwicklung hat Sennheiser ein neues Modell seiner Kopfhörer-Reihe Orpheus vorgestellt. Im kommenden Jahr sollen die neuen Orpheus-Kopfhörer auf den Markt kommen. Auch beim neuen Modell hatte Sennheiser ein einfaches aber schwer zu erreichendes Ziel: Die besten Kopfhörer der Welt zu schaffen. Die haben dann auch ihren Preis. Für jeweils etwa 50.000 Euro werden die handgefertigten Kopfhörer im kommenden Jahr erhältlich sein.

Nur 250 Stück pro Jahr können produziert werden

"Mit diesem Kopfhörer wird Musik zu etwas, in dem man lebt, anstatt es nur zu hören", verspricht Sennheiser. Die ersten Orpheus-Kopfhörer kamen 1991 in einer limitierten Stückzahl von 300 Stück auf den Markt. Beim neuen Orpheus-Modell soll es eine solche Stückzahl-Limitierung nicht geben, allerdings kann Sennheiser laut eigenen Angaben nur rund 250 Kopfhörer-Sets im Jahr herstellen.

Der Verstärker der Kopfhörer ist aus edlem Carrara-Marmor gefertigt, einem Naturstein, den auch Michaelangelo in der Renaissance für seine Skulpturen verwendete. Das diene nicht nur der Schönheit, sondern sei auch ein wirksamer Schutz gegen Körperschall, wie Sennheiser betont. Optisch zum Marmor passend werden die Bedienelemente aus massiven Aluminium gedreht und anschließen verchromt. 

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Für die Digital/Analog-Umwandlung kann der Verstärker digitale Signale über optische und koaxiale SPDIF-Eingänge oder den USB-Eingang empfangen. Die acht internen DACs (ESS SABRE ES9018) konvertieren die digitalen Musikdaten mit einer Samplingrate von 384 kHz in analoge Signale. Ein Traum für jeden Musikliebhaber. Der parallele Einsatz von vier Kanälen pro Stereo-Seite soll die klangliche Präzision erhöhen und Verzerrungen und Rauschen vermindern.

Platin, Gold und Silber kommen zum Einsatz

Die Kopfhörer selbst besitzen auf den Oberseiten rechts und links jeweils eine kleine Zäsur, die den Röhren des Verstärkers erlauben, ihre optimale Betriebstemperatur zu erreichen. "Mit einem Frequenzgang von 8 Hz bis über 100 kHz, und dem geringsten Verzerrungsgrad, der je für ein Klangreproduktionssystem gemessen wurde: 0,01% bei 1 kHz, 100 dB SPL", so Sennheiser.

Die Ritzen erlauben es den Röhren der Verstörker, ihre optimale Betriebstemperatur zu erreichen
Vergrößern Die Ritzen erlauben es den Röhren der Verstörker, ihre optimale Betriebstemperatur zu erreichen
© Sennheiser

In jeder aus massivem Messing gefertigten und in Handarbeit mit Leder-Ohrpolstern bezogenen Hörmuschel des Orpheus ist ein Cool Class A MOS-FET Hochspannungs-Verstärker integriert. Dadurch könne der kapazitive Widerstand des Kabels ausgeschaltet werden, wodurch eine extrem impulstreue Widergabe und ein um 200 Prozent höherer Wirkungsgrad als bei anderen aktuell erhältlichen Systemen erreicht werden können. Die platinbedampften Mebranen sind nur 2,4 Mikrometer dünn.

Röhren- und Transistorverstärker

Aufwendige eigene Forschung habe gezeigt, dass nur so eine optimale Klangreproduktion garantiert werden könne. Hinzu kommen goldbedampfte keramische Wandler. Die Kabel werden aus versilberten, 99,9-Prozentigem Kupfer (OFC) hergestellt, was für eine optimale Leitfähigkeit sorgen soll.

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Beim Orpheus sollen die Musikliebhaber sowohl von den Stärken eines Röhren- als auch eines Transistorverstärkers profitieren.  Seine Vakuumröhren sind mit einem federgelagerten gedämpften Gehäuse aus Mamor verbunden und umgeben von Quartzkolben, die gegen Störungen durch Luftschall schützen. Sennheiser verspricht: "So zeichnet sich dieser State-of-the-Art-Verstärker durch extrem impulsgetreue Wiedergabe bei allerniedrigsten Verzerrungen aus."

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