Diese Gefahren lauern I: Virus, Wurm, Trojaner
Unter dem Begriff Malware fasst man vor allem Viren, Würmer und Trojaner/Backdoors aber auch jeden weiteren schädlichen Code zusammen. In der Regel gilt für diese Schadprogramme, dass man sie bewusst starten muss, damit sie aktiv werden.
Virus
Ein Virus heftet sich nach dem Start an ein anderes Programm oder Dokument und verbreitet sich so. Er muss nicht zwangsläufig Schaden an System oder Daten anrichten, manche Viren platzieren nur einen Hinweis auf den Monitor. Und wieder andere können Daten löschen oder verändern. Manche Viren werden nur an bestimmten Tagen aktiv.
Bei Viren und auch allen anderen Schädlingen muss man zwischen solchen unterscheiden, die tatsächlich im freier Wildbahn unterwegs sind und somit eine reale Gefahr darstellen und solchen, die fast nur in Laboren existieren. Über die am häufigsten "in the wild" kursierende Malware gibt die Wildlist Auskunft. Allerdings berücksichtigt diese Liste viele weit verbreiteten Schädlinge nicht, etwa Trojaner. Zudem wird sie nur mit großer Verzögerung aktualisiert. Einen Überblick über neue Bedrohungen erhalten Sie mit einem Virenticker. Den gibt’s auf den Websites von den meisten Antiviren-Herstellen, etwa bei Kaspersky oder von F-Secure. Die PC-WELT warnt ebenfalls jeden Tag vor akuten Gefahren durch neu aufgetauchte Malware.
Falls Sie schon immer einmal einem Virenjäger bei der Arbeit über die Schulter schauen wollten:
Wurm
In den letzten Jahren sind parallel zum Wachstum des Internets vermehrt Würmer in Erscheinung getreten. Sie verbreiten sich im Internet und in Netzwerken, meist über Mails, aber auch über Filesharing-Tools und gelegentlich auch über Instant Messenger. Einmal aktiv, verschicken sie sich automatisch vom verseuchten Rechner aus. Dafür besitzen sie meist sogar eine eigene SMTP-Funktion.
Selbst wenn ein Wurm keinen unmittelbaren Schaden auf einem betroffenen PC anrichten sollte, belastet er durch unnützen zusätzlichen Traffic das Internet.
Trojaner und Backdoor
Zu den fiesesten Malwareprodukten gehören Trojaner und Backdoors. Ein Trojaner ist ein Programm, das etwas anderes zu sein vorgibt, als es tatsächlich ist. Besonders gefährlich wird ein Trojaner, wenn er einen Backdoor im Gepäck hat. Letzterer verschafft einem Angreifer heimlich Zugang zu einem infizierten PC. Der Angreifer kann so Zugriff auf die Dateien auf diesem Rechner bekommen oder beispielsweise alle Eingaben auf dem Rechner mitschneiden und dadurch Passwörter abfangen
Außerdem werden gekaperte Rechner oft dafür benutzt, ihrerseits Mails zu verschicken oder den Webserver einer bestimmten Web-Seite immer wieder abzufragen. Wenn das viele fremd bestimmte PCs gleichzeitig machen, kann das den attackierten Webserver in die Knie zwingen. Solche DoS-Attacken haben in der Vergangenheit immer wieder statt gefunden.
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