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Die wichtigsten Programmiersprachen: C, Java, Objective-C

05.11.2014 | 15:14 Uhr |

C hält sich unangefochten als wichtigste Programmiersprache. Während Java und vor allem C++ immer mehr an Bedeutung verlieren. Und eine bis dato kaum bekannte Sprache machte im Oktober einen Riesensprung.

Das US-Unternehmen Tiobe veröffentlicht einmal pro Monat eine Statistik zur aktuellen Bedeutung von Programmiersprachen. Dafür wertet Tiobe die Trefferzahlen bei Suchmaschinen und auf einigen anderen großen Webseiten wie Amazon und Wikipedia aus. Daraus ergibt sich für Anfang November folgende Entwicklung:

Daumen nach oben: C

Der Klassiker C, die Mutter aller C-Sprachen, hat wieder leicht an Bedeutung gewonnen. Derzeit beträgt der C-Anteil an allen Erwähnungen von Programmiersprachen 17,65 Prozent. C hat seine Durststrecke aus der zweiten Hälfte der ersten Jahrzehnts nach dem Jahr 2000 längst überwunden und ist nach wie vor unverzichtbar.

Ein Hauptgrund dafür dürfte sicherlich sein, dass Embedded-Systeme in immer weitere Bereiche unseres Alltags vordringen und in immer mehr Alltagsgeräten Computerlogik verbaut ist (Autos, Smart Home, Roboter, Automaten). Da C die Programmiersprache schlechthin für den Embedded-Bereich und für die Maschinen-nahe Programmierung ist (von Assembler einmal abgesehen), muss immer mehr Code in C erstellt werden.

Zudem basieren auch einige populäre „Bastlersysteme“ wie Arduino letztendlich auf C. Arduinos Processing stellt sich dem Anwender als Mischung aus C und C++ dar. Letztendlich kann man mit C-Kenntnissen problemlos in Processing drauf loscoden. Und ergänzend kann man Arduino auch in klassischem C programmieren – dafür gibt es von Atmel die entsprechenden Referenzen und Tools. Mittlerweile gibt es sogar Bücher, die den Einstieg in C anhand von Arduino lehrenUnd ein Teil der Bibliotheken von Arduino ist ebenso in C wie in C++ geschrieben.

Daumen nach unten: Java

Java war lange Zeit die bedeutendste Programmiersprache. Doch Oracles (ursprünglich wurde Java von Sun entwickelt, Oracle hat aber Sun aufgekauft) objektorientierte Programmiersprache verliert Jahr für Jahr an Bedeutung. Das überrascht umso mehr, weil Java die Programmiersprache für die Entwicklung von Android-Apps ist und Android wiederum boomt. Eigentlich müsste Java also auch an Bedeutung gewinnen, tut das aber nicht. Nichtsdestotrotz hat Java mit 13,50 Prozent Marktanteil nach wie vor eine sehr große Bedeutung und belegt Platz 2 auf dem Tiobe-Index.

Die nächsten Plätze
 
Anders als Java profitiert dagegen Objective-C vom Erfolg der damit verbundenen mobilen Plattform: Apple iPad und iPhone verkaufen sich wie von selbst, dementsprechend gibt es immer mehr Apps für iOS. Die in Objective-C programmiert werden. Das Ergebnis des Apple-Booms: Platz 3 auf dem Tiobe-Index, mit 10,09 Prozent Marktanteil liegt die Programmiersprache schon länger über der 10-Prozenthürde.

Auf den nächsten Plätzen folgen C++, C# und Basic. Wobei die Microsoft-Programmiersprache C# kurz davor ist den Klassiker C++ als Viertplatzierten abzulösen. C++ wiederum befindet sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Ganz im Gegensatz zum nichtobjektorientierten C.

Aufsteiger des Monats

Google Dart, von Google mal eben zum Nachfolger von Javascript erklärt, schaffte es im Oktober erstmals unter die Top 20. Und landete sogar auf Platz 17. Und Javascript hat prompt leichte Verluste zu verkraften.

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