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Die meisten Autofahrer sterben auf Landstraßen

19.04.2013 | 12:38 Uhr |

Nirgendwo ist das Autofahren so gefährlich wie auf Landstraßen: 60 Prozent aller Verkehrstoten sind hier zu verzeichnen. Besonders Frontalzusammenstöße und Baum-Unfälle fordern oft Todesopfer.

Wer in Deutschland und der EU auf Landstraßen unterwegs ist, fährt mit hohem Risiko, wie die Dekra berichtet. Im Jahr 2012 kamen in Deutschland 3606 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Davon starben aber allein auf den Landstraßen 2152 Menschen - das sind rund 60 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland.

Zusammenstöße und Baumaufpralle

Die Unfallstatistik aus dem Jahr 2011 zeigt auch die besonderen Risiken, die auf Landstraßen lauern. In diesem Jahr starben auf deutschen Landstraßen 2.441 Menschen. Bei den Unfalltypen dominierten mit 37 Prozent die Fahrunfälle, gefolgt von Unfällen im Längsverkehr mit knapp 25 Prozent. Bei diesen beiden Unfalltypen kamen mit insgesamt 1.776 Getöteten (72,8 Prozent) die meisten Verkehrsteilnehmer ums Leben.

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Häufigste Unfallarten bei Unfällen auf Landstraßen waren „Abkommensunfälle“ (34,6 Prozent), gefolgt von Zusammenstößen mit Fahrzeugen, die einbiegen oder kreuzen (20,4 Prozent). Der Anteil der bei Abkommensunfällen Getöteten lag bei 39,5 Prozent.

Frontalzusammenstöße

Einen hohen Getötetenanteil verzeichneten auf Landstraßen auch Kollisionen mit dem Gegenverkehr. Diese Unfallart machte zwar nur 13 Prozent aller Unfälle auf Landstraßen aus, allerdings belief sich der Anteil der hierbei Getöteten auf 30,8 Prozent. 714 Menschen, also fast 30 Prozent aller Getöteten auf Landstraßen, kamen 2011 durch einen Baumaufprall ums Leben.

Abhilfe schaffen kann hier etwa der abschnittsweise Ausbau mit einem dritten Fahrstreifen im Richtungswechsel. Die Effizienz dieser Maßnahme wurde aktuell in einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) unter Beweis gestellt. Die Überholunfälle wurden deutlich reduziert. Im Rahmen der Studie untersuchte die BASt auch die Wirksamkeit von ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Auf den Untersuchungsstrecken sank die Zahl der Unfälle um bis zu 52 Prozent.

Sicherheits-Assistenten retten Leben

Ein hohes Potenzial bieten auch Fahrerassistenzsysteme wie das elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Es kann dazu beitragen, dass etwa bei zu schneller Einfahrt in eine Kurve ein instabiler Fahrzustand und schleuderndes Abkommen von der Fahrbahn verhindert wird – zumindest innerhalb der Grenzen der Fahrphysik. Ein Abkommen von der Fahrbahn durch Unaufmerksamkeit kann auch der „Spurverlassenswarner“ alias Spurhalte-Assistenten verhindern.

Fahrerassistenzsysteme machen Autofahren sicherer

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