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Die Telekom gibt Musicload & Gamesload auf

21.01.2014 | 11:41 Uhr |

Musicload, Softwareload, Gamesload - die Telekom will sich offenbar von diesen Angeboten trennen. Was mit den 50 Mitarbeitern geschieht, ist noch unklar. Einzig Videoload soll als Telekom-Angebot erhalten bleiben.

Wie das Handelsblatt berichtet, will die Telekom die Download-Portale Musicload und Gamesload aufgeben. Das Handelsblatt berichtet weiter, dass auch Softwareload abgestoßen werden soll - dieses wurde aber bereits vor einiger Zeit an NexWay verkauft. Geschäftlich sind diese Modelle sehr unter Druck“, zitiert das Handelsblatt den Innovationschef der Telekom, Thomas Kiessling. Die Fortführung mache keinen Sinn mehr, heißt es. Von dieser Entscheidung sollen etwa 50 Mitarbeiter betroffen sein. Nur Videoload soll als Telekom-Angebot weiter existieren. Der vor zehn Jahren gegründete Dienst profitiere sehr von der Verknüpfung mit dem Telekom-Angebot Entertain. Die Rede ist gar von zweistelligen Wachstumsraten.

Was nun mit Musicload und Gamesload und den Mitarbeitern geschehen soll, ist noch unklar. Derzeit sollen Gespräche mit möglichen Partnern zwecks einer Übernahme laufen. Mit einer Schließung oder Übergabe der genannten Dienste an Dritte ist aber frühestens in einigen Monaten zu rechnen. Die Telekom will den Kunden Zeit geben, sagt das Handelsblatt.

Der Schritt kommt für viele Nutzer überraschend. Musicload liegt schließlich mit rund vier Millionen Nutzern auf Platz drei der vergleichbaren deutschen Dienste. Vor ihm haben sich aber die Giganten iTunes und Amazon breit gemacht. Konkurrenzdruck dürfte der Download-Service außerdem durch die wachsende Beliebtheit der Streaming-Dienste zu spüren bekommen. Die Telekom hat sich längst in Richtung Streaming gewandt - und beispielsweise eine Kooperation mit Spotify geschlossen und einen entsprechenden Tarif angeboten.

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