107930

Die wahren Gründe für die Entlassung des Microsoft-Präsidenten

04.04.2002 | 13:38 Uhr |

Microsoft trennt sich von seinem Präsidenten und Chief Operating Officer (COO) Rick Belluzzo. Belluzzo fiel anscheinend konzerninternen Machtkämpfen zum Opfer. Neben CEO Steve Ballmer und Firmengründer Bill Gates blieb für den zurückhaltenden ehemaligen Hewlett-Packard Manager kein Platz mehr.

Microsoft trennt sich von seinem Präsidenten und Chief Operating Officer (COO) Rick Belluzzo (PC-WELT berichtete). Belluzzo fiel anscheinend konzerninternen Machtkämpfen zum Opfer. Neben CEO Steve Ballmer und Firmengründer Bill Gates blieb für den zurückhaltenden ehemaligen Hewlett-Packard Manager kein Platz mehr.

Steve Ballmer

Für den 48-jährige Manager, der sein Amt zum 1. Mai niederlegt, ist kein Nachfolger in Sicht. Energiebündel Steve Ballmer wird den Laden wohl erst einmal "alleine" schmeissen. Die einzelnen Bereichsleiter für Windows Client, Knowledge Worker, Server and Tools, Business Solutions, CE/Mobility, MSN sowie Home and Entertainment erhalten außerdem mehr Macht und haben künftig die operative und finanzielle Verantwortung für ihre Abteilung. Sie berichten in Zukunft direkt an Steve Ballmer.

Nun kocht die Gerüchteküche über die wahren Gründe für das überraschende Ausscheiden von Belluzzo. Von kulturellen Unterschieden zwischen ihm und dem Redmonder Riesen ist die Rede. Ein zurückhaltender Typ wie Belluzzo sei bei der temperamentvollen Softwareschmiede nicht am richtigen Platz gewesen. Außerdem soll ihm das technische Detailwissen gefehlt haben. Das Hauptproblem dürfte aber darin bestehen, dass es neben Steve Ballmer und Bill Gates einfach keinen Platz mehr für Personen gibt, die sich profilieren wollen. Belluzzo stand immer im Schatten der beiden Microsoft-Übergrößen und musste deren Einmischung dulden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
107930