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Die Witcher-Entwickler nehmen Stellung zu den Grafik-Downgrade-Vorwürfen

21.05.2015 | 16:17 Uhr |

Vergleicht man alte Trailer mit aktueller Spiele-Grafik, fällt ein Unterschied auf. Viele Spieler motzen darum. Die Witcher-Entwickler erklären nun, warum das so ist.

Das am 19. Mai erschiene Rollenspiel-Epos The Witcher 3 konnte bereits zahlreiche Lorbeeren einheimsen. Doch gab es auch Kritik, und zwar ausgerechnet an der wunderschönen Grafik. Denn diese entspricht - trotz ihrer Schönheit - irgendwie nicht so ganz der auf einer Messe vorab gezeigten Wahnsinns-Grafikpracht. Diskussionen darüber füllen ganze Foren-Threads . Im Gespräch mit Eurogamer versicherten die Entwickler nun, dass diese frühe Version von The Witcher 3 durchaus auf einem PC gelaufen sei und nicht vorab gerendert wurde. Es handelt sich also, schenkt man den Aussagen Glauben, nicht um eine mutwillige Täuschung potentieller Käufer. Auch die Konsolen sollen keine Schuld tragen an der zurückgefahrenen Grafikpracht. Diese erst ermöglichten dem Team ein derart hohes Budget, wie es für den neuesten Teil der Witcher-Serie nötig gewesen sei, versicherten die Entwickler. Ohne die Konsolen hätte man vielleicht eine noch schönere Grafik entwickeln können - doch ansonsten hätte das Geld für alle weiteren Inhalte gefehlt.

Warum also sieht The Witcher nicht ganz so traumhaft aus wie im ersten Trailer, selbst auf den Ultra-Hoch-Einstellungen mit High-End-Grafikkarte? (Wobei hier noch einmal betont werden soll, dass The Witcher 3 optisch sehr, sehr viel hermacht!)

Darum sieht The Witcher 3 heute anders aus

Der Grund sei, dass man nach der VGX-Messe, auf welcher der Trailer gezeigt worden war, das Rendering-System komplett abgeändert hat. Das neue sorge für gleichhübsche Grafiken bei Tag und bei Nacht. Das alte konnte seine Muskeln nur dann spielen lassen, wenn dynamische Lichtquellen im Spiel waren. Und das sei in einem Open-World-Game wie Witcher längst nicht überall machbar. Was die final verwendeten Texturen anbelangt und die Umgebungs-Grafiken, gibt es eine ähnliche Begründung. Die neue Lösung sei ein Kompromiss gewesen, der auch dann funktioniere, wenn Geralt der Hexer (die Hauptfigur des Spiels) durch die riesige Welt galoppiere. Das Gleiche gilt für den hübschen Rauch, der im Trailer noch zu sehen ist: Ohne DirectX 12 hätte das nicht gut funktioniert, sagen die Entwickler. So habe man das Grafik-Feature verworfen und sich lieber darauf konzentriert, dass alle 5.000 Türen der virtuellen Stadt Novigrad funktionierten.

Ferner weisen die Witcher-Entwickler darauf hin, dass sich einige Dinge seit dem Trailer auch verbessert hätten. Die Performance habe sich verbessert. Das erste Mal in der Firmengeschichte sei ein Spiel zum Start gut optimiert, meint einer der Entwickler augenzwinkernd. Bei den Vorgängern brauchte es umfangreiche Patches nach dem Release, damit die Spiele gut spielbar waren. Und dann gestehen sie ein, dass sie den obigen Trailer vielleicht nicht hätten zeigen sollen. Es sei aber niemals eine Lüge oder gar böse Absicht dahinter gewesen, versichern sie.

Außerdem soll es in wenigen Tagen einen umfangreichen Patch mit über 600 Neuerungen , darunter auch grafische Verbesserungen, geben.

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