Die Rootkit-Seuche

Jeder fünfte PC ist Rootkit-verseucht

Montag, 17.12.2007 | 16:31 von Frank Ziemann
Laut einer Untersuchung des Sicherheitsunternehmens Prevx ist jeder sechste PC mit Spyware oder Malware verseucht, der Anteil der mit Rootkits infizierten Rechner ist auf mehr als 20 Prozent angestiegen.
Das in Großbritannien ansässige Sicherheitsunternehmen Prevx hat einige Zahlen veröffentlicht, die es aus der Untersuchung mehrerer 100.000 Computer mit seinem kostenlosen Online-Scanner ermittelt hat. Demnach haben von Oktober bis Dezember 2007 über 700.000 Anwender den Malware-Scanner Prevx CSI benutzt und ihren PC geprüft. Auf dem im Oktober geprüften etwa 290.000 Rechnern ist dabei auf jedem sechsten PC Spyware oder eine andere Art von Malware gefunden worden. Bei ungefähr 15 Prozent der Rechner ist im Oktober ein Rootkit entdeckt worden. Demgegenüber ist der Anteil der Rootkit-Infektionen Anfang Dezember auf etwa 22 Prozent angestiegen.

Diese Zahlen klingen alarmierend, berücksichtigen jedoch nicht, dass Anwender, die ihren PC mit einem Online-Scanner prüfen, oft einen konkreten Anlass dazu haben. Sie haben zum Beispiel ungewöhnliche Aktivitäten ihres Computers beobachtet, während sie selbst gerade gar nichts am Rechner machen.

Rootkits sind Programme, die mit Hilfe spezieller Treiber oder anderer Tricks Dateien, Prozesse und Registry-Einträge von Malware vor den Augen des Anwenders verbergen. Oft gelingt es ihnen auch einen installierten Virenscanner zu täuschen, obwohl die neueste Generation von Antivirus-Software auch Rootkits erkennen sollte.

Auch einige Unternehmen haben die Business-Variante von Prevx CSI genutzt. Von 93 Firmen in den ersten Tagen dieses Monats haben 69 einen oder mehrere infizierte PCs entdeckt, 13 Unternehmen haben einen Rootkit-Befall feststellen müssen.

Montag, 17.12.2007 | 16:31 von Frank Ziemann
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