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Die Polizei warnt: So werden Sie um Ihr Geld gebracht

21.06.2005 | 14:51 Uhr |

Ein Geschäftsmann entgeht nur knapp einem herben finanziellen Verlust durch eine ausspionierte TAN.

Die Polizei Lippe warnt vor Betrügereien im Zusammenhang mit Online-Banking. Sie berichtet von einem Fall, in dem ein Mann aus Blomberg nur knapp und mit Glück einem Verlust im fünfstelligen Euro-Bereich entging.

Der Geschäftsmann führte gerade Überweisungen per Online-Banking durch, als unvermittelt eine Meldung auf dem Bildschirm erschien. Die besagte, er solle eine andere TAN (Transaktionsnummer) eingeben, die von ihm benutzte seit bereits verbraucht. Da der Mann annahm, diese Mitteilung käme von der Bank seines Vertrauens, mit der er ja auch tatsächlich verbunden war, folgte er der Anweisung und gab eine neue TAN ein.

Am folgenden Tag stellte er allerdings fest, dass eine Überweisung über eine fünfstellige Summe von seinem Konto auf ein ihm unbekanntes Konto verfügt worden war. Die Überweisung wurde zum Glück nicht ausgeführt, weil der Mann ein Limit für die täglich per Online-Banking verfügbare Summe eingerichtet hatte. Die Überweisung hätte dieses Limit überschritten und so scheiterte der Betrugsversuch.

Ursache der falschen Bildschirmmeldung war ein Trojanisches Pferd, das offenkundig auf Online-Banking spezialisiert war. Es konnte feststellen, dass der Geschäftsmann gerade dabei war eine Überweisung durch Eingabe einer Transaktionsnummer abzuschließen und präsentierte zum richtigen Zeitpunkt die betrügerische Meldung. Zugleich fing es auch die bereits eingegebene Transaktionsnummer ab und übermittelte sie zusammen mit den ausgespähten Zugangsdaten an seinen Herrn und Meister. Der konnte dann mit der ergaunerten TAN die Überweisung veranlassen.

Die Polizei empfiehlt in einem solchen Fall die sofortige Kontaktaufnahme mit dem vorgeblichen Absender einer solchen Nachricht, hier also der Bank. Die Polizei mahnt in diesem Zusammenhang alle Nutzer von Online-Banking zum sensiblen Umgang mit vertraulichen Informationen. Man sollte es den Tätern nicht zu leicht machen.

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