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Die Partei verkauft online 100 Euro für 80 Euro (Endspurt)

13.11.2015 | 15:45 Uhr |

Die Satire-Partei „Die Partei“ verkauft heute zum letzten Mal 100 Euro für 80 Euro!

Update 13.11.: Letzte Chance

Die Partei verkauft heute ihre letzten 40.000 Euro. Gehen heute mehr als 400 Bestellungen ein, werden die Scheine anschließend unter den Interessenten verlost. Sie müssen bis spätestens 20 Uhr mitmachen.

Den Link in der Bestätigungsmail müssen Sie bis 21.00 Uhr anklicken. Sofern die Mailserver von "Die Partei" dem Ansturm der geldgierigen Internetnutzer gewachsen sind.

Ab 22.00 Uhr informiert Sie die Partei per Mail, ob Sie gewonnen haben oder ein Loser sind.

Update 10.11., 11.35 Uhr: Die Partei scheint ihre technischen Probleme gelöst zu haben

Gestern traf zwar die Mail mit dem Bestätigungslink ein. Doch die Webseite dazu lud nicht, ganz offensichtlich waren die Server von "Die Partei" mit dem Ansturm überfordert. Doch heute funktionierte der Bestätigungslink, wir sind also im Rennen. Die Partei hat zudem ihre Teilnahmebedingungen etwas geändert: Erstens muss man nicht mehr bis 12.00 Uhr warten, um teilnehmen zu können - jetzt gilt der Anmeldezeitraum 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Und zweitens muss man nun bis 17:59 Uhr auf den Bestätigungslink klicken.

Laut "Die Partei" sind gestern 19.200 Bestellungen eingegangen. Darunter viele Mehrfachbesteller, die gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen haben. Diese filtert "Die Partei" nun aus (ob tatsächlich "elektrisch betriebene Computer" die Betrüger ausfiltern oder nicht doch willige Partei-Mitglieder diese mühsame Arbeit übernehmen, sei dahingestellt). Sowohl Gewinner als auch Verlierer werden per Mail informiert.

Endlich klappt die Anmeldung.
Vergrößern Endlich klappt die Anmeldung.

Update Ende, Beginn der ursprünglichen Meldung:

Die Partei, deren Auftrag laut Selbstdarstellung „die endgültige Teilung Deutschlands“ ist, verkauft seit heute 12.00 Uhr 100 Euro für 80 Euro. Zwei Postkarten („FCKAFD“ und „Grüße aus Brüssel“) legt „Die Partei“ noch dazu.

Die 100 Euro gibt es nach Aussage von „Die Partei“ „in 100-Euro-Scheinen. Garantiert druckfrisch und faltenfreier als der Hals von Angela Merkel!“. Insgesamt warten 100.000 Euro auf ihre neuen Besitzer, jeweils 20.000 Euro pro Tag von Montag, den 9.11., bis Freitag, den 13.11.
 
Da der Andrang der geldgierigen Interessenten sicherlich die 20.000 Euro pro Tag übersteigen wird, verlost „Die Partei“ jeden Tag die 20.000 Euro unter den Teilnehmern. Am nächsten Tag startet die Aktion dann um 12.00 Uhr wieder neu. Bis am Freitag. den 13.11. um 12.00 Uhr die letzte Runde eingeläutet wird. Pro Tag können also 200 Glückspilze gewinnen.
 
Der Verkauf der 100 Euro erfolgt nur online über diese Webseite. Dort müssen Sie ein kurzes Online-Formular ausfüllen und zudem bestätigen, dass Sie nicht Mitglied der AFD sind. Pro Tag und Person ist nur eine Teilnahme möglich, Sie können also maximal fünf Mal mitmachen. Sie erhalten nach dem Ausfüllen des Formulars eine Bestätigungsmail mit einem Link, auf den Sie klicken müssen.

Ernster Hintergrund zur Aktion
 
Die Partei will mit ihrer 100-Euro-für-80-Euro-Aktion auf die „hochgradig unseriöse Struktur der deutschen Parteienfinanzierung   „ aufmerksam machen. Denn „Die Partei“ verdient dank dem Geld vom Staat sogar noch an dieser skurrilen Aktion. Vereinfacht gesagt bekommt "Die Partei" für jeden Euro, den sie mit der Aktion einnimmt, einen weiteren Euro vom Staat. Also Steuergelder. Falls Sie nicht nur mal schnell 20 Euro abkassieren wollen, sondern sich auch für die Abgründe der bundesdeutschen Parteienfinanzierung interessieren, sollten Sie hier weiterlesen.

Das ist die Partei

„Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (kurz Die PARTEI) ist eine 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründete deutsche Kleinpartei mit parodistischem Charakter.“ So steht es auf Wikipedia. Zwar ist keineswegs alles richtig, was auf Wikipedia steht, in diesem Fall wird man Wikipedia aber glauben dürfen. Bundesvorsitzender, Protagonist und das Gesicht von „Die Partei“ ist der ehemalige Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn. Sonneborn sitzt für „Die Partei“ im Europaparlament.

So sieht die Bestätigungsmail aus, die nach einigen Minuten in unserem Postfach eintraf.
Vergrößern So sieht die Bestätigungsmail aus, die nach einigen Minuten in unserem Postfach eintraf.

 
Die Partei geht in die Knie
 
Die Server von „Die Partei“ sowie vermutlich auch deren Partei-Mitglieder sind jedoch hoffnungslos überlastet, offensichtlich stürzen sich Hunderttausende geldgieriger Internetnutzer und nicht AFD-Mitglieder auf die 20 Euro Gewinn. Oder aber „Die Partei“ hat vor lauter Geiz an den nötigen Serverkapazitäten gespart. Jedenfalls war die Webseite mit dem Teilnahmeformular völlig überlastet und lud zeitweise nicht. Die Bestätigungsmail traf zwar in unserem Postfach ein, doch die Webseite, die sich nach dem Klick auf den Bestätigungslink öffnen sollte, war trotz mehrmaliger Versuche bis jetzt nicht verfügbar.

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