Crossover Office kostet 54,95 US-Dollar pro Anwender, für Arbeitsgruppen und Unternehmen gibt es eigene Lizenzen. Sie können das Programmhierbestellen, die Seite war allerdings bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Microsoft Office müssen Sie sich natürlich extra besorgen, sofern Sie es nicht schon besitzen.
Codeweavers will mit seiner Software vor allem Unternehmenskunden gewinnen, die einen Betriebssystem-Wechsel von Windows zu Linux planen, deren Mitarbeiter aber nicht auf das bewährte MS Office verzichten können oder wollen. Das Office des Redmonder Konzerns ist der de facto-Standard bei Büro-Software im professionellen Einsatz. Gerade in Unternehmen ist vollständige Kompatibilität bei der Wiedergabe von Dokumenten und absolute Zuverlässigkeit beim Inhalt und beim Format von Unterlagen unverzichtbar. Das erschwert einen Wechsel von Windows zu Linux, da damit ein Wechsel der Büro-Suite verbunden ist (außer Sie installieren einen Emulator wie VMware, der aber zusätzliche Kosten verursacht. Außerdem benötigen Sie dann noch eine Windows-Lizenz). Beim Importieren von Word- oder Excel-Dateien in Office-Anwendungen unter Linux wie KOffice oder Staroffice besteht aber die Gefahr, dass Formatierungen oder inhaltliche Details verloren gehen oder falsch dargestellt werden.
Für den Privatanwender mag das nur lästig sein, bei Unternehmen kann das aber richtig teuer werden. Zudem sind die meisten Mitarbeiter den Umgang mit Microsoft Produkten gewohnt. Eine Umstellung auf andere Office-Anwendungen erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit und hat Reibungsverluste zur Folge. Manche Linux-Office-Lösungen wie KOffice sind zudem kein gleichwertiger Ersatz für Microsoft Office. All das schreckt Unternehmen bisher von einem Umstieg beim Betriebssystem ab.
Wer sich für das Crossover Office entscheidet, kann sich in Zukunft die Ausgaben für die Windows-Lizenzen sparen. Eine einzige Linux-Distribution reicht aus, um alle Arbeitsplätze mit einem stabilen und leistungsfähigen Betriebssystem auszustatten. Dazu kommen dann noch die Ausgaben für die Office-Lizenzen.
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