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Die Konvergenz von Spam und Spyware

11.07.2006 | 16:50 Uhr |

Die Verbreitungskanäle für Spam, Spyware und Phishing gehen immer mehr ineinander über.

Nicht nur bei der Verbreitung von Malware verschmelzen die verschiedenen, dazu genutzten Wege. Auch in den Bereich Spam, Spyware und Phishing gehen die eingesetzten Techniken zunehmend ineinander über. Dies berichtet das Sicherheitsunternehmen Message Labs in seinem aktuellen "Intelligence Report".

Früher wurde Malware einfach als Anhang von Mails verbreitet. Heute enthalten Mails oft nur noch Links zu gefährlichen Websites. Diese Links sorgen dann für ein mehr oder weniger automatisches Herunterladen und Installieren schädlicher Programme. Solche Links können jedoch ebenso per Instant Messenger verbreitet werden oder in zunächst harmlos erscheinenden Web-Seiten enthalten sein.

Betrachtete man früher Spam und Malware als voneinander unabhängige Bedrohungen, haben beide Tätergruppen ihre Kräfte inzwischen vereint. Spammer greifen immer mehr auf die Hilfe von Spyware zurück und können ihre Kampagnen auf diese Weise effizienter durchführen. So verwenden sie die von anderen Tätergruppen aufgebauten Botnets zur Verbreitung ihrer Werbebotschaften.

Spammer nutzen jedoch auch vermehrt andere Kanäle wie mobile Textmitteilungen (SMS, MMS), Web-basiertes Instant Messaging, Blogs und soziale Netzwerke. Sie umgehen damit die klassischen Spam-Filter im Mail-Bereich und können zugleich ihre Werbung gezielter auf bestimmte Benutzergruppen abstimmen.

Trotz der Fußball-WM, in deren Zusammenhang zahlreiche Malware-Angriffe erwartet worden waren, ist die Malware-Belastung im Juni in Deutschland stärker zurück gegeangen als im weltweiten Durchschnitt. Das stärkste Malware-Aufkommen wird weiterhin in Indien verzeichnet, wo der Nyxem-Wurm ( CME-24 ) weit verbreitet ist.

Israel bleibt Hauptziel der Spammer - drei von vier Mails enthalten Spam. Spanien hingegen verzeichnet einen starken Rückgang von Spam im Juni - nur ein knappes Viertel der untersuchten Mails war Spam-haltig. Die Zahl der PhishinGoogle-Mails stagniert auf hohem Niveau, die Angriffe werden jedoch subtiler und gezielter.

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