Die 10-Cent-Marke im Visier der Mobilfunk-Discounter

Experten sind sich einig, dass der im vergangenen Jahr ausgebrochene Preiskampf unter den Discountern sich auch 2006 weiter fortsetzen wird. Spielraum für Spekulationen bleibt lediglich, welche Preismarke durchbrochen wird. Der Geschäftsführer von Blau.de, Martin Ostermayer, erwartet jedoch nicht, dass es in diesem Jahr drastische Preissprünge geben wird, die auch die 10-Cent-Marke knacken würden ? dies prognostiziert er erst für 2007. Zur Begründung nannte Ostermayer die Preispolitik der Netzanbieter sowie das weiterhin hohe Terminierungsentgelt.



Immerhin hält es Ostermayer nach wie vor für möglich, dass der von Experten vorausgesagte Marktanteil der Discounter von 20 Prozent am Gesamtmarkt in absehbarer Zeit durchaus erreichbar wäre. Dafür müssten die Discounter aber noch einiges ?an Fahrt aufnehmen? und die Mobilfunknutzer mit neuen Angeboten locken, denn derzeit liegt der Anteil mit einer Million Kunden bei gerade einmal 1,5 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, will Blau.de unter anderem das Bezahlen vereinfachen und günstige Auslandsgespräche anbieten, was bei vielen anderen Discountern derzeit noch überteuert ist.


Es bleibt also auf jeden Fall auch in diesem Jahr spannend, wie tief die Mobilfunkpreise weiter sinken werden. Es ist durchaus anzunehmen, dass ein Preisverfall unter die 10-Cent-Marke nicht völlig ausgeschlossen ist, denn bereits 2005 boten einige Discounter Telefongespräche unter den eigenen Kunden für 0 Cent an. Außerdem ist ebenfalls nicht auszuschließen, dass die Mobilfunkanbieter schon 2006 ?gezwungen? werden, ihre Preispolitik gegenüber den virtuellen Netzbetreibern zu überdenken.

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