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Dialer-Programmierer auf Mallorca verhaftet

25.07.2006 | 15:22 Uhr |

Der letzte von elf gesuchten Verdächtigen im Fall um die so genannten Hanseaten-Dialer wurde von Zielfahndern aufgespürt und festgenommen.

Das Landeskriminalamt Hamburg hat den mutmaßlichen Programmierer der berüchtigten "Hanseaten-Dialer" auf der Insel Mallorca dingfest gemacht. Wie Dialerschutz.de berichtet, ist damit der letzte Verdächtige in einer Serie von Dialer-Betrugsfällen gefasst, die in den Jahren 2003 und 2004 für einigen Wirbel gesorgt hatte.

Die zum Teil geständigen und bereits verurteilten Täter hatten diverse Web-Seiten so präpariert, dass beim Aufruf einer solchen Seite automatisch ein Dialer auf dem PC des Besuchers installiert wurde. Der Dialer wählte dann eine Rufnummer und übermittelte so die Telefonnummer des PC-Besitzers. Durch eine Inverssuche mit Telefonbuch-CDs konnten die Täter die Adresse zu der Rufnummer ermitteln. Sie schickten dem Anschlussinhaber eine hohe Rechnung über ein angeblich abgeschlossenes Erotik-Abonnement.

Die Scheinfirmen, wie etwa die Hanseatische Abrechungssysteme (HAS), die diese Rechnungen ausstellten, hatten ihren Sitz scheinbar in Hamburg, während die Täter teilweise auf Mallorca saßen. Die Hamburger Polizei ermittelte seit dem Frühjahr 2004 gegen elf Verdächtige und konnte zehn von ihnen bereits vor längerer Zeit festnehmen. Nur der mutmaßliche Programmierer der Dialer konnte sich seiner Verhaftung lange Zeit entziehen. Zielfahndern ist es nun gelungen ihn auf Mallorca auszuspüren und mit einem EU-Haftbefehl festzunehmen. Er wandert nun in Hamburg in Untersuchungshaft.

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