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Dialer-Plage in Irland: Telefon-verbindungen zu 13 Ländern gekappt

23.09.2004 | 08:59 Uhr |

Telefonrechnungen mit bis zu 18.000 Euro verursachten illegale Auto-Dialer in Irland. Jetzt hat die Behörde den Stecker raus gezogen.

Im Kampf gegen illegale Dialer hat die irische Telekommunikations-Behörde (Commission for Communications Regulation) einen harten Schritt unternommen. Sie verbietet Verbindungen zu 13 Ländern. Die meisten der Länder liegen im Südpazifik. Die irischen Telefongesellschaften haben bis zum 4. Oktober Zeit, die Blockade einzurichten.

Grund für diese Maßnahme ist eine Flut von Auto-Dialern, die einen Rechner ohne Zutun des Anwenders manipulieren. Sie ändern die Standard-DFÜ-Verbingung so, dass nicht mehr der heimische Provider, sondern ein Internet-Server in einem der dreizehn Länder angewählt wird. Zu den Ländern zählt auch Diego Garcia. Das Pikante daran: Die Insel hat keine Einwohner. Auf ihr befindet sich lediglich eine Militärstation mit einem Verbund von britischen und US-amerikanischen Soldaten.

Die Dialer haben bereits beträchtlichen Schaden angerichtet. Eine Firma erhielt eine Telefonrechnung von 18.000 Euro. Mehreren Privatleuten flatterten Rechnungen von rund 2000 Euro ins Haus.

Die Blockade der Telefonverbindungen soll sechs Monate dauern. Über eine "Weiße Liste“ sollen die Telefongesellschaften einzelne Nummern wieder frei schalten.

Ob sich die Dialer auch in Deutschland verbreiten, ist bislang nicht bekannt.

Dialer-Nepp: RegTP entzieht "Autodialern" die Registrierung (PC-WELT Online, 08.09.2004)

Nepp: Wenn der Dialer selbst "OK" tippt (PC-WELT Online, 08.09.2004)

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