56036

Dialer-Beschwerden in Österreich stark angestiegen

19.04.2005 | 15:11 Uhr |

In Österreich haben die Beschwerden über Dialer und Mehrwertdienste bei der Schlichtungsstelle im Jahr 2004 verglichen mit dem Vorjahr um mehr als 100 Prozent zugenommen. Für 2005 zeichnet sich hingegen ein rückläufiger Trend ab.

Die österreichische "Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH" ( RTR ) hat ihren Streitschlichtungsbericht 2004 vorgestellt. Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekom, bei der Präsentation am 18. April: "Wir hatten im Berichtsjahr 2004 in der Schlichtungsstelle mehr als 4700 Schlichtungsfälle zu verzeichnen, im Jahr 2003 waren es 'nur' rund 2200 – das entspricht einer Steigerung von mehr als 100 Prozent."

Dieser starke Anstieg von Beschwerden und Rechnungseinsprüchen ist zu einem erheblichen Teil auf unlautere Praktiken von Mehrwertdiensteanbietern zurückzuführen, auf neue Services im Telekommunikationsbereich (etwa Mehrwert-SMS), aber auch auf den steigenden Bekanntheitsgrad der Schlichtungsstelle. Etwa 40 Prozent der Fälle betreffen Dialer, wie auch schon in den Vorjahren.

Für das Jahr 2005 erwartet die RTR einen deutlichen Rückgang bei Dialern, da neue Regelungen zum Schutz der Verbraucher bereits im ersten Quartal Wirkung zeigen. So dürfen Dialer ausschließlich die Rufnummerngasse 0939 verwenden, die von den Telefonkunden erst explizit freigeschaltet werden muss.

Ein weiterer Beschwerdegrund bei der Schlichtungsstelle sind Mehrwert-SMS-Dienste, wie zum Beispiel Logos und Klingeltöne. Dabei geht es hauptsächlich um Abos, die entweder nicht bestellt wurden oder nicht abbestellbar waren. Meist sind Kinder und damit deren Erziehungsberechtigte die Betroffenen. Hier ist ebenfalls eine deutliche Zunahme der Anfragen zu verzeichnen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
56036