Gaming

Diablo-3-Spieler gehackt – Blizzard nimmt Stellung

Mittwoch den 23.05.2012 um 13:25 Uhr

von Benjamin Schischka

Activision Diablo III (PC/Mac)
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Blizzard gibt Tipps gegen Hacker
Vergrößern Blizzard gibt Tipps gegen Hacker
© istockphoto.com / simoningate
Diablo-3-Spieler berichten über Hacker-Angriffe. Blizzard nennt Account-Diebstahl „unangenehm“ und gibt viele konkrete Tipps im Kampf gegen die Hacker.
Spieler des lange erwarteten Blizzard-Hits Diablo 3 berichten, Opfer von Hackerangriffen geworden zu sein. Ihren Charakteren seien virtuelles Gold und Gegenstände gestohlen worden. Zwar habe Blizzard in Einzelfällen mit dem Einspielen von Charakter-Backups reagiert, dabei sei aber ein gewisser Fortschritt verloren gegangen. Was das Problem verschärft: Zum Spielen von Diablo 3 muss man zwingend online sein – selbst im Single-Player-Modus.

Im Battle.net-Forum (Battle.net ist die Online-Plattform für Diablo 3) nimmt Blizzard nun Stellung zu den Berichten. Laut dem Eintrag komme es „nach der Veröffentlichung eines neuen Spiels regelmäßig zu vermehrten Meldungen von Kompromittierungen persönlicher Accounts“. Das erlebe man nun bei Diablo 3 wieder. Blizzard drückt sein Bedauern aus – es sei natürlich unangenehm, wenn man Opfer eines Account-Diebstahls werde. Man werde aber alles tun, um den Spielern zu helfen und die Accounts zu schützen.

Blizzard gibt konkret Tipps , wie man sich im Schadensfall zu verhalten hat. Demnach solle man auf keinen Fall in Panik geraten; der Blizzard-Kunden-Service (in-game) sei rund um die Uhr erreichbar und könne helfen. Man solle zudem sofort sein Passwort ändern, sofern man sich noch einloggen kann. Danach folgt ein Check, ob ein Hacker bereits persönliche Daten geändert hat. Unter us.battle.net/account/support/account-recovery.html steht zudem ein Web-Formular bereit, das Ihnen helfen soll, die Kontrolle über Ihren Account zurückzuerlangen. Unter eu.battle.net/en/security/theft listet Blizzard übrigens einige verbreitete Arten von Account-Diebstahl auf. Hier können Sie sich schlau machen und gegebenenfalls die Masche der Hacker durchschauen. Zuletzt rät Blizzard zu Geduld: Der Support benötige ein bisschen Zeit, um zu helfen.

Aus dem Grund, die Account-Sicherheit zu verbessern, habe man auch den Battle.net Authenticator entwickelt. Das kleine PIN-Gerät generiert einmalig verwendbare Codes wie der TAN-Generator SecureTAN beim Online-Banking. Den Authenticator gibt es auch als kostenlose App für das Smartphone.

Relativ neu ist der Service „ Mobile Benachrichtigungen “. Sie verschickt SMS bei wichtigen Konto-Änderungen und ermöglicht das Wiederherstellen des Accounts per SMS.

Abschließend verspricht Blizzard, bereits einige Sicherheitsvorkehrungen in das Battle.net eingebaut zu haben: Stellt das Spiele-Netzwerk etwa ungewöhnliche Anmeldevorgänge fest, soll es nach weiteren Infos fragen.

Mittwoch den 23.05.2012 um 13:25 Uhr

von Benjamin Schischka

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