Developer Preview

Microsoft zeigt Windows Server 8 und Visual Studio 11

Donnerstag den 15.09.2011 um 08:45 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

© Microsoft
Das Highlight der BUILD in Anaheim war natürlich die Vorstellung von Windows 8. Doch Microsoft stellte auch für Entwickler und Admins Neuigkeiten vor: Visual Studio 11 und Windows Server 8.
Satya Nadella, Server and Tools Business President, stellte eine Developer Preview von Visual Studio 11 vor und kündigte die Bereitstellung des Team Foundation Service (TFS) auf der Windows Azure-Plattform an. Weitere Neuerungen sind „Windows Server 8“ (Codename) sowie neue Funktionen der Windows Azure-Plattform. Alles soll optimiert sein für das Erstellen dynamischer, skalierbarer Anwendungen für den geräteübergreifenden Einsatz von hochverfügbaren Diensten.
Visual Studio: Breite Palette von Entwicklertools

Visual Studio 11 Developer Preview

Die Visual Studio 11 Developer Preview bietet neben der Unterstützung für die Entwicklung von Windows 8 Metro-Anwendungen mit HTML5, JavaScript, C#, Visual Basic und C++ auch Produktivitätserweiterungen für Projektkompatibilität, Erweiterungsmanagement, Spieleentwicklung, Codeanalyse, Code Review und agiles Testen, wie es Microsoft formuliert. Die Visual Studio 11 Developer Preview steht heute für MSDN-Abonnenten zur Verfügung und ist ab Freitag auch für die Öffentlichkeit erhältlich.

Weitere Neuerungen bei Entwicklertools und Technologien :

  • Eine auf der Windows Azure-Plattform ausgeführte Vorabversion von Team Foundation Service, die eine Application Lifecycle Management (ALM)-Umgebung für die Zusammenarbeit bietet.
  • Eine Microsoft .NET 4.5 Developer Preview, mit den am häufigsten von Entwicklern geforderten Verbesserungen bei Kerntechnologien sowie neuen Features für die asynchrone Programmierung in C# und Visual Basic, Unterstützung für Zustandsautomaten im Windows Workflow und zusätzliche Investitionen in HTML5 und CSS3 in ASP.NET.
  • Eine Vorabversion von ASP.NET MVC 4 mit neuen Webtools für Entwickler, die ein besseres Rendering von Webanwendungen und ein erweitertes Management der Auswirkungen auf die Geschäftsanwendungslogik in unterschiedlichen Browsern ermöglichen sollen.

Windows Server 8: Cloud-optimiertes Serverbetriebssystem

Vor dem Hintergrund heute hybrid eingesetzter Infrastrukturen, also Servern beim Unternehmen vor Ort, Cloud-Diensten und verbundenen Geräten, hat Microsoft eine Developer Preview der nächsten Version seines Serverbetriebssystems mit dem Codenamen Windows Server 8 veröffentlicht. Als offene Anwendungs- und Webplattform, die die Verwaltungs-, Identitäts- und Entwicklungstools von Windows Azure verwendet, ermöglicht Windows Server 8 Entwicklern und IT-Experten die Bereitstellung von Diensten in Private und Public Cloud-Umgebungen oder einer Kombination aus beidem. Der Windows Server 8 Developer Preview steht MSDN-Abonnenten zur Verfügung.

Neuerungen bei der Microsoft Windows Azure-Plattform

  • Windows Azure Georeplication: Ab sofort verfügbar, kann diese Erweiterung Windows Azure BLOBs und Tabellen ohne weitere Kosten an zwei Standorten auf demselben Kontinent repliziert werden, um erhöhte Datenverfügbarkeit im Fall von schwerwiegenden Störungen zu ermöglichen.
  • Erweiterung des Windows Azure-Marktplatzes: Der Windows Azure-Marktplatz steht ab Anfang Oktober in 25 weiteren Ländern zur Verfügung und bietet Entwicklern einen Markt für Datasets und fertige Anwendungen. Entwickler können sich jetzt beim Windows Azure-Marktplatz registrieren .
  • Microsoft Translator API: Die Microsoft Translator API steht ab sofort auf dem Windows Azure-Marktplatz zur Verfügung und bietet Maschinenübersetzungen für Entwickler, die Anwendungen weltweit in lokalen Sprachen anbieten möchten.
  • Windows Azure SDK, Version 1.5: Zu den Erweiterungen des Windows Azure SDK zählen laut Microsoft verbesserte Funktionen für Entwickler zum Erstellen von Windows Azure-Anwendungen, einschließlich einer höheren Emulatorleistung, einer verbesserten Unterstützung für Dienstzertifikate, Paket- und Konfigurationsverwaltung sowie die Remotedesktopverschlüsselung.
  • Windows Azure Service September Release: Zu den Erweiterungen des Service Bus zählen verbessertes Pub-/Sub-Messaging, asynchrone Ereignisauslösung zur besseren Verknüpfung von Anwendungen mit vorübergehend angeschlossenen Geräten wie Telefonen und Kioske, verbesserte Unterstützung für „loosely coupled application architectures“ und erweitertes Intra-App-Messaging.
  • Windows Azure Toolkit für Windows 8: Microsoft stellt seine derzeit für Windows Phone, Android und iOS verfügbaren Toolkits für Cloud-Anwendungen auch für Windows 8 bereit. Das Windows Azure Toolkit für Windows 8 bietet Entwicklern Codebeispiele, Dokumentation und Komponenten zum Erstellen von Anwendungen im Metro-Stil, in denen Windows Azure für Konnektivität und Benachrichtigungen zum Einsatz kommt. 

Donnerstag den 15.09.2011 um 08:45 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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