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Deutschland soll Ampeln mit Pong-Spiel bekommen

09.12.2014 | 12:37 Uhr |

Hildesheim in Deutschland - Studenten haben mit StreetPong alias ActiWait eine Ampel mit Touchscreen samt Pong-Spiel entwickelt. Das Game soll den Wartenden die Wartezeit versüßen. Nun sammeln die Macher Geld, um das Projekt in deutschen Städten umzusetzen.

Das Warten an der Ampel war einigen Hildesheimer Studenten viel zu lästig und langweilig. Aus diesem Grund haben sie einen Ampel-Button mit Touchscreen erdacht, auf dem die Wartenden nicht nur an einem Ladebalken die verbleibende Wartezeit ablesen können. Der eigentliche Clou ist: Auf dem Touchscreen spielt man in der Rot-Phase Pong gegen einen Wartenden von der anderen Straßenseite. So hat man Spaß während des Wartens und soll dabei noch neue Leute kennenlernen.

Das Video, welches die Studenten schon vor rund zwei Jahren gedreht hatten, war damals noch rein fiktiv. Nun sammeln die Macher aber Geld über eine IndieGoGo-Kampagne ein. 35.000 Euro benötigen sie zur Umsetzung der Pong-Ampel. Der Projektname lautet ActiWait - von "Active Wait" - und es gebe bereits einen funktionierenden Prototypen, versprechen sie auf der Crowdfunding-Seite. Der Prototyp kommt übrigens aus dem 3D-Drucker und soll in Zukunft nicht nur Pong spielen können, sondern auch News anzeigen und bei der Navigation in der Stadt helfen. Für Kinder soll ActiWait Verkehrsregeln vermitteln; außerdem soll die Ampel bei Bürgerbefragungen helfen und - in diese Kerbe schlug das Pong-Spiel ja gewissermaßen auch schon ein bisschen - Speed-Dating beherrschen.

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Erst 1% finanziert

Noch sind allerdings erst knapp 250 Euro von den 35.000 Euro eingesammelt. Die verbleibenden 42 Tage muss also noch ein Großteil des Geldes zusammen kommen. Damit die Summe voll wird, locken die Macher mit Anreizen à la "Spende 15 Euro statt 7 und kannst dich an einer exklusiven Abstimmung beteiligen und für deine Stadt als nächste StreetPong-Stadt stimmen". Aktuell haben sich jedoch erst zwei Nutzer an dieser Abstimmung beteiligt - das Ergebnis liegt nicht öffentlich vor. Wer 50 Euro investiert, bekommt einen Schlüsselanhänger mit Pong-Spiel - da gibt es deutlich günstigere Apps fürs Smartphone... Wer 75 Euro gibt, erhält einen Regenschirm. Ob das attraktiv genug ist, um insgesamt 35.000 Euro einzusammeln?

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