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Deutschland lässt NSA Glasfaserkabel anzapfen

19.06.2014 | 14:41 Uhr |

Deutschland, Dänemark und 31 weitere Länder arbeiten aktuellen Enthüllungen von Edward Snowden zufolge beim Abhören von Internet-Nutzern mit der NSA zusammen.

Bislang unveröffentlichte Dokumente von Whistleblower Edward Snowden gewähren in dieser Woche Einblicke in ein neues Kapitel des NSA-Abhörskandals. Unter dem Codenamen RAMPART-A arbeiten zahlreiche Länder angeblich mit dem US-Geheimdienst zusammen und zapfen für die NSA ihre nationalen Glasfaserkabel an.

Diese Kooperationen werden als eines der bestgehüteten Geheimnisse der NSA gehandelt. Sie spielen eine zentrale Rolle im Vorhaben der NSA, die elektronische Kommunikation von Internet-Nutzern auf der ganzen Welt jederzeit anzapfen zu können.

Während bereits in den vergangenen Monaten bekannt wurde, dass Großbritannien der NSA entsprechende Zugriffsrechte gewährt, tauchen in den neuen Dokumenten nun noch weitere Partner auf, die bislang als weniger eng mit dem Geheimdienst verbandelt galten. Insgesamt 33 Länder sollen mit der NSA kooperieren. Obwohl keine konkreten Namen genannt werden, deuten einige Details auch auf Deutschland und Dänemark hin.

NSA filzt täglich Millionen Bilder

Überwacht und geleitet wird RAMPART-A von den Special Source Operations (SSO). Die Top-Secret-Abteilung sammelt Daten aus Netzwerken auf der ganzen Welt. Ziel der Operation sei es, Partnerschaften mit den Ländern zu schließen, durch die Internet-Knotepunkte verlaufen. So könne man bei entsprechenden Kooperationen fast die ganze Welt abhören.

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