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Deutschland entwickelt Suchmaschine vorerst eigenständig

19.12.2006 | 15:20 Uhr |

Suchen im Internet setzen viele Menschen mit Google gleich. Das wurmt einige europäische Regierungen, weswegen sie eigene Suchmaschinen-Projekte in die Wege leiten wollen. So wie Deutschland und Frankreich. Doch dabei gehen beide Staaten eigene Wege.

Sowohl Deutschland als auch Frankreich basteln an eigenen Suchmaschinen für das Internet. Das französische Projekt hört auf den Namen Quaero (lateinisch für "ich suche"), das deutsche Projekt ist nach dem griechischen Helden Theseus benannt. Wie die FTD berichtet, will Deutschland sein Projekt vorerst getrennt von den Franzosen voran treiben. Denn Theseus sei ein "Leuchtturmprojekt" der neuen deutschen Forschungsoffensive. Und da will man sich nicht den Franzosen unterordnen. Möglicherweise würden aber zu einem späteren Zeitpunkt Quaero und Theseus zusammen geführt, wie Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte beim IT-Gipfel in Potsdam erklärte.

Die neuen Suchmaschinenprojekte erheben den Anspruch, intelligentere Suchergebnisse liefern zu können. Sie sollen die Inhalte einer Website besser erfassen und so die Suchergebnisse differenzierter aufbereiten. Zudem soll Theseus zu einem späteren Zeitpunkt auch einen Zugriff auf die Inhalte von Archiven, Museen und Bibliotheken ermöglichen.

Von diesen "Leuchtturmprojekten" gibt es insgesamt deren drei, für die die Bundesregierung mehrere hundert Millionen Euro bereit stellt. Die beiden anderen Vorzeigeprojekte befassen sich mit der RFID-Technologie sowie mit "E-Energy". Dabei geht es um die effiziente Erzeugung von Elektrizität.

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