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Deutschland bei DSL-Versorgung auf Platz 2

19.07.2005 | 16:29 Uhr |

Deutschland belegt beim DSL-Versorgungsgrad zusammen mit Frankreich den zweiten Platz. In beiden Ländern liegt die Quote bei 91 Prozent und wird nur durch Großbritannien (95 Prozent) übertroffen. Das hat eine Studie des Instituts IDATE ergeben.

Deutschland befindet sich laut der Studie "The World Internet Access and Boradband Market" des französischen Instituts IDATE auf einer Spitzenposition, was die DSL-Versorgung angeht. Wie die T-Com am Dienstag erklärte, belegt Deutschland bei dieser Studie zusammen mit Frankreich den zweiten Platz. In der Studie wurden insgesamt elf europäische Länder verglichen.

Für Deutschland wurde ein Versorgungsgrad von 91 Prozent ermittelt. Großbritannien belegte mit 95 Prozent den ersten Platz. Auf den Plätzen drei bis vier folgen Spanien (87 Prozent) und Italien (85 Prozent). Im Schnitt liegt der DSL-Versorgungsgrad in Europa bei 88 Prozent.

Beim Tempo hat Deutschland laut Angaben der T-Com sogar die Nase vorn. Die Studie habe festgestellt, dass in Deutschland, den Niederlanden und Schweden vor allem DSL-Verbindungen mit bis zu 1 Megabit pro Sekunde genutzt werden. In Frankreich, Spanien und Italien seien dagegen überwiegend Anschlüsse mit bis zu 512 Kilobit pro Sekunde in Betrieb.

Seit dem 1. Juli werden in Deutschland DSL-Anschlüsse mit bis zu 6 Megabit pro Sekunde vermarktet. Pilotversuche zu ADSL2+ und VDSL befinden sich ebenfalls in der Startphase und erhöhen die Übertragungsgeschwindigkeiten auf 16 beziehungsweise 25 Megabit pro Sekunde. Damit gehört Deutschland Ausführungen der T-Com zufolge "auch bei den maximal verfügbaren Geschwindigkeiten bei der Breitbandversorgung über die Telefonleitung zur Spitzengruppe in Europa."

Beim Thema "Ausbau der DSL-Versorgung" weist die T-Com auf "T-DSL via Satellit" hin. Hierdurch könne bereits jetzt eine 100-prozentige Versorgung mit 768 Kilobit pro Sekunde erfolgen. Zudem biete das Unternehmen in einigen nicht erschlossenen Gebieten auch Business-Tarife an, deren monatliche Entgelte je nach Ausbauaufwand ermittelt und ab 350 Euro im Monat verfügbar seien.

Gleichzeitig werde durch den Einsatz neuer Technologien an einer Erhöhung der Versorgung gearbeitet. "Schon heute werden durch Outdoor-DSLAMs sowie den OPAL-Überbau in den neuen Bundesländern für weitere Kundengruppen Anschlussmöglichkeiten an das DSL-Netz geschaffen", so die T-Com. Zudem befindet sich die Funktechnologie Wimax im Test. Im Großraum Bonn seien 100 Privatkunden am Pilotprojekt beteiligt. Diese nutzen bereits DSL-Technik per Funkverbindung zum T-Com Netz.

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