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Bundesregierung fördert Schutzhülle für Windows

02.08.2011 | 16:01 Uhr |

Die Bundesregierung setzt sich laut einem Zeitungsbericht für die Entwicklung einer Software-Schutzhülle für Windows und sicheren Routern ein. Ziel sei die Bekämpfung der zunehmenden Cyberattacken.

Spezielle Router, Computerchips und Software sollen Deutschland besser vor der wachsenden Zahl an Cyberattacken schützen. Dazu arbeite die Bundesregierung mit deutschen Unternehmen zusammen, wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise meldet. Die Verantwortlichen habe vor allem die Sorge über geheime Hintertüren in Software und Hardware in Alarmbereitschaft versetzt, durch die ausländische Geheimdienste eindringen könnten.

"Vorrangiges Ziel ist es, das für seine Sicherheitslücken bekannte Windows aus dem Hause Microsoft mit einer Software-Schutzhülle einzukapseln", meldet die Wirtschaftswoche. Ein solches "deutsches Sicherheitsbetriebssystem" sei eine wesentlicher Bausteine der Cyberware-Abwehrstrategie. Die bisherigen Forschungsarbeiten sollen möglicherweise noch in diesem Jahr an ein mit staatlicher Hilfe gegründetes Startup-Unternehmen übergeben werden. Als Grundlage diene dabei ein von der Technischen Universität entwickelter Chip mit dem Codenamen "SeSaM" (Secure and Safe Microkernel Made in Germany). An einem solchen Sicherheitsmodul sei vor allem die Industrie zur Absicherung ihrer Rechner interessiert.

Wie die Zeitung weiter berichtet, arbeitet die Bundesregierung außerdem heimlich an einem europäischen Internet-Router. An dem Projekt mit dem Codenamen "SaSER" (Secure and Safe European Routing) wolle sich unter anderem die Deutsche Telekom, NokiaSiemensNetworks und Alacatel-Lucent beteiligen.

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