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Deutscher Markt für Musik-Downloads entwickelt sich rasant

18.09.2006 | 09:59 Uhr |

Die Zahl der legalen Musik-Downloads kennen derzeit in Deutschland nur eine Richtung: Steil nach oben. Inzwischen hat sich dieser Bereich zu einem wichtigen Standbein der Musikindustrie entwickelt, urteilt der Branchenverband Bitkom im Vorfeld der Musikmesse Popkomm, die am Mittwoch beginnt.

Immer mehr Anwender in Deutschland laden sich ihre Musik legal gegen Bezahlung aus dem Internet herunter. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenverband Bitkom in einer aktuellen Untersuchung. Demnach wurden im ersten Halbjahr 2006 11,71 Millionen Downloads getätigt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 8,78 Millionen Downloads. Komplette Alben mit mehreren Songs wurden dabei jeweils als ein Download gezählt.

Der dadurch generierte Umsatz betrug laut Verband 21,2 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus von rund 36 Prozent entspricht. "Für die Musikindustrie ist der digitale Vertrieb damit endgültig zu einem der wichtigsten Standbeine geworden. Während der Absatz klassischer Tonträger weitgehend stagniert, legen die Downloads zweistellig zu", sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold.

Im Schnitt zahlten die Anwender pro Download 1,79 Euro, im Vorjahr waren es laut Bitkom noch 1,89 Euro (auch hier fließen bei der Berechnung die Alben-Downloads als Einzel-Download mit ein).

Zum Erfolg der legalen Musik-Onlineshops tragen aus Sicht des Verbands auch die anhaltende Verbreitung von Breitband-Anschlüssen und sinkende Verbindungskosten bei. 50 Prozent der Nutzer haben laut Bitkom eine Flatrate.

Eng mit der Verbreitung von Breitband-Anschlüssen und immer höheren Geschwindigkeiten verbunden ist auch der Markt für Video-Downloads. Nach Schätzungen der Bitkom werden derzeit monatlich 160.000 kommerzielle Video-Downloads (Filme, Serien, Dokumentationen) getätigt. Im Sommer 2005 lag diese Zahl laut Verband noch bei 110.000.

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