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Deutscher Chipmarkt schwächelt

Während der Chipmarkt weltweit gesehen zweistellige Zuwächse verbucht, läuft das Geschäft mit Halbleitern in Deutschland nur schleppend.

Das Wachstum am deutschen Halbleitermarkt hat sich im September deutlich abgeschwächt, meldet der Zentralverband für Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI). So lag der Umsatz am deutschen Halbleitermarkt im September nur leicht über dem des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs er nur noch um drei Prozent. Im Juli und August konnten die Unternehmen der Chipindustrie immerhin noch Steigerungsraten von zwölf (Juli) und neun (August) Prozent verbuchen.

Die in den letzten Monaten sichtbaren ersten Anzeichen für eine schwächere zweite Jahreshälfte hätten sich damit bestätigt. Die Auftragseingänge in den vergangenen drei Monaten sind deutlich hinter die Umsätze zurückgefallen. Die Aufschwungphase sei kürzer als erwartet ausgefallen und das im Februar prognostizierte zweistellige Wachstum für das laufende Jahr sei kaum noch erreichbar, heißt es beim Verband.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ergab sich für Deutschland zwar ein kumuliertes Wachstum von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Zuwachs wird laut Zvei aber nur noch von einer guten Entwicklung bei Opto- und Sensor-Bauelementen getragen.

Während das Geschäft mit Halbleitern in Deutschland schwächelt, geht es auf dem weltweiten Chipmarkt deutlich aufwärts. Ende September meldete die Semiconductor Industry Association (SIA) für den August einen Anstieg der Chipumsätze um 34,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr prognostizierte der Verband ein Wachstum von 28 Prozent auf 214 Milliarden US-Dollar.

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