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Deutscher Bundestag soll endlich Trojaner-frei sein

24.08.2015 | 15:35 Uhr |

Die Säuberung der Bundestagsrechner ist abgeschlossen. Die Parlakom-Rechner wurden wieder hochgefahren, die Abgeordneten können sich wieder anmelden.

Update 24.8.: Die Rechner fahren wieder hoch

Laut einem Bericht von Spiegel Online ist die Säuberung der Bundestagsrechner vorerst abgeschlossen. Die Parlakom-Rechner wurden wieder hochgefahren und stehen wieder zur Verfügung. Abgeordnete und ihre Mitarbeiter müssen sich mit neuen Passwörtern beim Parlakom-System anmelden.

Update-Ende, Beginn der ursprünglichen Meldung:

Bereits im Mai war der Deutsche Bundestag von Hackern angegriffen und das Computer-Netzwerk mit einem Trojaner verseucht worden. Tausende von Rechnern sind insgesamt betroffen - die Identität der Hacker konnte bislang aber nicht geklärt werden - es wird ein ausländischer Geheimdienst als Drahtzieher vermutet . Was die Angreifer wollten, ist auch nicht ganz klar. Vermutlich ging es ihnen aber um die Beschaffung von Informationen.

Letzte Woche sollte es - drei Monate nach der Entdeckung des Angriffs - dann endlich soweit sein und die Sicherheitsexperten im Bundestag sollten das Netzwerk reinigen. Doch aufgrund der Abstimmung über das dritte Hilfspaket für Griechenland wurde die Putzaktion um eine Woche verschoben.

Die Abstimmung ist vorbei, Griechenland erhält das dritte Hilfspaket. Am Nachmittag des 20. Augusts darum soll das Netzwerk nun endlich gesäubert werden. Dazu wird es abgeschaltet und sei erst am Montag wieder einsatzbereit, berichtet die Tagesschau. 

Die Administratoren installieren das IT-System von Grund auf neu, um eine saubere Entfernung sicherzustellen. Die Komplexität und Größe des Netzwerks mache diese Maßnahme erforderlich. Details darüber, was die Hacker erbeutet haben könnten, waren leider nicht bekannt gemacht worden. Der Aufwand hinter der Putzaktion deutet aber darauf hin, dass es sich um einen sehr schweren Angriff mit potentiell weitreichenden Folgen gehandelt haben könnte.

Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet
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