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Deutsche bevorzugen beim Auto-Kauf PS statt Konnektivität

26.08.2014 | 12:18 Uhr |

Wer ein Auto kauft, will vor allem PS statt Konnektivität. Zudem wollen die Deutschen ihre Fahrzeugdaten nicht mit jedem teilen. Ein Drittel lehnt dies sogar grundsätzlich ab.

Die zu Ebay gehörende Auto-Verkaufsplattform mobile.de hat vom 30. Juli bis 1. August 2014 durch TNS Infratest eine Umfrage unter 1.011 Teilnehmern durchführen lassen. Mit einem klaren Ergebnis: Beim Auto-Kauf entscheiden die meisten Käufer immer noch anhand klassischer Faktoren. Und bevorzugen mehr PS anstelle von mehr Konnektivität.
 
Pferdestärken schlagen Konnektivität
 
Zwei Drittel aller Befragten (67,5 Prozent) würden demnach nicht zugunsten von Connected Services auf Motorleistung verzichten. Immerhin 12,6 Prozent erachten Motorleistung und Onlineanbindung aber schon als gleich wichtig. Nur jeder Zehnte (8,7 Prozent) hält die Konnektivität des Fahrzeugs für wichtiger als die PS-Zahl.
 
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5 Prozent der über 1000 Befragten nutzen bereits Connected Services im Auto oder planen die Anschaffung eines Connected Cars. Etwa jeder Zehnte (8,9 Prozent) hat sich damit beschäftigt, erachtet die Möglichkeiten von Konnektivität im Auto aber noch nicht als kaufentscheidend.

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Für die überwiegende Mehrheit ist das Thema beim Autokauf bisher nicht relevant: 37 Prozent der Befragten haben sich noch nicht damit auseinandergesetzt, fast die Hälfte (46,2 Prozent) findet die Fahrzeugvernetzung momentan noch uninteressant.
 
Fahrzeugsicherheit ist wichtigster Aspekt bei Connected Cars

Vier von fünf Umfrageteilnehmern (80,6 Prozent) sehen den größten Nutzen im Bereich Sicherheit, etwa durch einen automatisch abgesetzten Notruf. Mehr als drei Viertel (79,8 Prozent) versprechen sich eine Zeitersparnis, beispielsweise indem das Auto einen Stau im Voraus erkennt und alternative Routen ermittelt. Für die 14- bis 29-Jährigen ist dies sogar der wichtigste Aspekt (91,0 Prozent). Mehr als die Hälfte aller Befragten (55,0 Prozent) erhoffen sich eine Kostenersparnis durch an die Fahrweise angepasste Versicherungstarife oder Spritspartipps.

Vor allem für die jüngere Generation spielt mit 17 Prozent der Zugriff auf Musikstreamingdienste, eine Integration von Social Media oder WLAN im Auto eine Rolle. Hier trennen sich die Digital Natives von der älteren Generation. Nur 8,9 Prozent der über 60-Jährigen bezeichnen dieses Feature als wünschenswert, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es immerhin 31,2 Prozent.

Datensicherheit und Privatsphäre

Connected Services setzen voraus, dass das Fahrzeug mit seiner Umwelt kommuniziert. 43,8 Prozent der Befragten wären laut der Umfrage bereit, Fahrzeugdaten an Versicherungen zu übermitteln, wenn dadurch Prämien sinken würden. Ebenso viele (43,6 Prozent) würden demnach einem Datenaustausch mit Werkstätten zustimmen, um schnellere Fahrzeugdiagnosen und notwendige Reparaturen zu ermöglichen. 38,9 Prozent könnten sich vorstellen, Daten an andere Verkehrsteilnehmer zu senden, um beispielsweise vor Stau zu warnen.

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Etwa ein Drittel der Befragten (31,9 Prozent) möchte jedoch grundsätzlich keine Fahrzeugdaten teilen.



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