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Deutsche Firma will von Apple 1,6 Milliarden Euro Schadensersatz

06.02.2014 | 10:09 Uhr |

Der deutsche Patentverwalter IPCom hat gegen Apple eine Klage eingereicht. Darin verlangt IPCom von Apple die Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von 1,57 Milliarden Euro.

Die in der Nähe von München ansässige Patentverwertungsgesellschaft IPCom hat Apple vor dem Landgericht in Mannheim verklagt. Wie das Gericht mitteilt , verlangt IPCom von Apple die Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von 1,57 Milliarden Euro. Apple soll Patente verletzt haben, die im Besitz von IPCom sind. Der Fall wird am 11. Februar vor dem Landgericht Mannheim verhandelt.

Gestritten wird dabei um zwei Patente, die nach Ansicht von IPCom wichtig für die Implementation des UMTS-Standards sind. So behandelt eines der Patente die Art und Weise, wie es mobilen Geräten gestattet wird, auf die Netzwerke unterschiedlicher Mobilfunkbetreiber zuzugreifen. Diese Technologie könnte laut IPCom auch dafür genutzt werden, um einem Gerät auch im Notfall Zugriff auf ein Netzwerk zu gewähren, selbst wenn dieses überlastet sein sollte.

IPCom wurde im Jahr 2007 gegründet und hält etwa 1200 Patente in etwa 160 Patent-Familien im Bereich der mobilen Kommunikation. Patente aus 35 Patentfamilien sind laut IPCom essenziell für die Implementierung der mobilen Kommunikationsstandards 2G, 2.5G, 3G (UMTS) und aktueller Standards. IPCom streitet außerdem auch mit Nokia, dieser Fall soll im Mai in Karlsruhe verhandelt werden.

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