1655872

Deutsche Datenschützer fordern Ende des Klarnamenzwangs bei Facebook

18.12.2012 | 12:55 Uhr |

Pseudonym statt Klarnamenzwang - ihre Forderung unterstreichen die Datenschützer aus Schleswig-Holstein mit einer Strafandrohung von 20.000 Euro. Wird das reichen?

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hat Mark Zuckerberg einen offenen Brief geschrieben. Darin fordert der Datenschützer Dr. Thilo Weichert den Facebook-Gründer auf, dass er den Nutzern in Schleswig-Holstein mehr Datenschutz gewährt. Thilo Weichert formuliert drei Punkte und droht bei Nichtbefolgung mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro.

  1. Das Landeszentrum für Datenschutz fordert ein Ende des Klarnamenzwangs bei Facebook. Anstelle von Vorname, Name, Mail-Adresse, Geschlecht und Geburtstag müsse man sich auch unter Eingabe eines Pseudonyms registrieren können.

  2. Darum sollen alle wegen fehlender Angaben gesperrte Facebook-User wieder freigeschaltet werden.

  3. Außerdem fordert das Datenschutzzentrum eine einfachere, verständlichere und leichter zugängliche Form der Registrierung.

Für Punkt-Nummer 2 soll es eine sofortige Umsetzung geben, für den ersten Punkt gibt das Landeszentrum Facebook zwei Wochen Zeit. Ob sich das Unternehmen den Forderungen beugen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Zumal 20.000 Euro eine lächerliche Summe im Vergleich zu den 15 Milliarden Dollar sind, die Facebook im Oktober drohten.

Was halten Sie von dem Vorstoß aus Schleswig-Holstein? Glauben Sie, dass er Erfolg haben wird und vielleicht sogar Schule machen wird? Oder wird sich Facebook unbeeindruckt zeigen? Sagen Sie uns Ihre Meinung im Kommentarfeld direkt unter dem Artikel oder auf unserer Facebook-Seite!

0 Kommentare zu diesem Artikel
1655872