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Deutsche Behörde verschrottet 170 PCs wegen Virus

30.04.2013 | 13:29 Uhr |

Nach dem Virenfund entsorgte eine deutsche Behörde 170 Rechner und kaufte neue - insgesamt kostete das 188.000 Euro. Über den Einsatz eines Antivirenprogramms hatte wohl keiner nachgedacht.

Wie die Ostsee-Zeitung auf ihrer Internetseite berichtet, hat das Schweriner Bildungsministerium 170 zum Teil neue Rechner auf den Müll geworfen, nachdem der Conficker-Wurm sie befallen hatte. Die für Entsorgung und Neuanschaffung aufgewendeten Steuergelder: 187.300 Euro.

Der Vorfall soll sich bereits im Jahr 2010 ereignet haben, wurde aber offenbar jetzt erst durch eine Rüge des Landesrechnungshofes (LRH) Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Das Bildungsministerium steht vor allem darum in der Kritik, weil "eine ernsthafte Überprüfung der Alternative nicht erkennbar" gewesen sei. Statt der Verwendung eines Antivirenprogramms zur Entfernung des Wurms habe man die komplette EDV-Ausstattung ersetzt.

Der Wurm sorgte schon 2009 für Aufsehen; tagtäglich infizierte er bis zu eine Million Rechner. In einem Artikel beschrieben wir damals, wie man in drei Schritten vor Conficker sicher ist: 1. Microsoft-Patch installieren; 2. sicheres Admin-Passwort im Netzwerk wählen; 3. Vorsicht walten lassen bei der Verwendung fremder USB-Sticks. Von diversen Antivirensoftware-Herstellern gab es schon bald kostenlose Tools, die Conficker von der Festplatte entfernen - etwa W32.Downadup - Removal von Symantec.

War Ihr Rechner auch von Conficker befallen? Wie sind Sie vorgegangen, um den Schädling loszuwerden?

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