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Deutsche Bahn will Drohnen gegen Graffiti-Sprayer einsetzen

29.05.2013 | 05:29 Uhr |

Die Deutsche Bahn will den Sachschaden durch Graffiti-Sprayer zukünftig durch den Einsatz von Überwachungsdrohnen einschränken.

Der Deutschen Bahn entsteht durch das Aufsprühen von Graffitis auf ihren Zügen ein jährlicher Schaden von rund 7,6 Millionen Euro. Meist agieren die Täter nachts im Schutz der Dunkelheit, nur wenige Fälle können anschließend strafrechtlich verfolgt werden, da entsprechende Beweise fehlen. Das könnte sich jedoch bald ändern.

Die Deutsche Bahn will eigenen Angaben zufolge mit Hilfe von lautlosen Drohnen auf Sprayer-Jagd gehen. Die rund 60.000 Euro teuren Beobachter sind mit Infrarot-Kameras ausgestattet und können bis zu 150 Meter über dem Boden schweben. „Graffiti-Künstler“ sollen damit auf frischer Tat ertappt werden. Die Kameras sollen Beweis-Videos sammeln, die anschließend vor Gericht gegen die Täter verwendet werden können. Erste Testläufe sollen in Kürze starten.

Google-Ex-Chef warnt vor Drohnen als fliegende Spione

Ob die Deutsche Bahn mit ihrem Vorhaben allerdings am Gesetzgeber vorbei kommt, bleibt fraglich. Da das Unternehmen die Drohnen jedoch vorerst nur in bestimmten Depots einsetzen will, die zum Privateigentum der Deutschen Bahn gehören, könnten die fliegenden Spione vielleicht schon bald bei der Verfolgung von Sprayern helfen. Ein Einsatz auf Bahnhöfen ist vorerst nicht geplant.

Video: Luftaufnahmen per Drohne ohne Wackler
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