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Deutsche retten Daten nach Terror-Anschlag

12.11.2001 | 17:54 Uhr |

Ein US-Konzern hat erste Datenspeicher seines Unternehmens aus dem zerstörten World Trade Center in New York zur Datenwiederaufbereitung an ein deutsches Unternehmen geliefert.

Ein US-Konzern hat erste Datenspeicher seines Unternehmens aus dem zerstörten World Trade Center in New York zur Datenwiederaufbereitung an das Datenrettungs-Unternehmen Convar Deutschland geliefert.

Die professionellen Datenretter sollen versuchen, die Daten auf insgesamt 18 Festplatten des Rechenzentrums einer Firma für elektronische Zahlungssysteme zu rekonstruieren. Die Speichermedien wurden aus den komplett zerstörten Rechenanlagen geborgen und an die deutschen Experten in Pirmasens geliefert.

Am Sonntag kamen die Datenspeicher im Hochsicherheitsbereich von Convar Deutschland an. Der Auftraggeber erhofft sich durch die Rekonstruktion der Daten, ungeklärte Buchungsbewegungen schneller zuordnen zu können.

Bereits am Mittwoch sollen weitere Festplatten einer großen US-Telefongesellschaft zur Datenrettung bei Convar eintreffen.

Den Markt der professionellen Datenrettung teilen sich in Deutschland im wesentlichen vier Firmen: Convar aus Pirmasens, Ibas aus Hamburg, Ontrack aus Böblingen und Vogon aus München.

Aufwendige Ausstattung kennzeichnet all diese international renommierten Datenrettungsunternehmen. Oberstes Gebot bei der Datenrettung ist die Arbeit in einer Reinraumumgebung, denn bei geöffneten Festplatten beispielsweise können schon kleinste Staub- oder Rauchpartikel Schäden verursachen.

Gratis-Download: Lost & Found (PC-WELT Online, 21.09.2001)

Datenrettung mit Easy Recovery (PC-WELT Online, 11.07.2001)

System Suite 3.0 von Ontrack (PC-WELT Online, 21.02.2001)

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