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Deutsche Telekom wächst durch Mobilfunk und Breitband

Die Deutsche Telekom konnte im vergangenen Geschäftsjahr vor allem auf die Geschäftsbereiche Mobilfunk und Breitband vertrauen. Im Mobilfunk stieg die Zahl der Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr um mehr als 9,0 Mio. auf über 86,6 Mio., davon rund 3,6 Mio. im letzten Quartal. Vodafone hatte vor wenigen Tagen ein Kundenwachstum von sieben Millionen im letzten Quartal auf knapp 180 Millionen bekannt gegeben. Der Anteil der Laufzeitverträge am Gesamtkundenbestand konnte laut T-Mobile auf 49 Prozent gesteigert werden.

T-Mobile Deutschland steigerte im vierten Quartal 2005 seinen Kundenstamm um 810.000 auf 29,5 Mio. Kunden, davon haben sich jedoch nur 246.000 Teilnehmer für einen Laufzeitvertrag entschieden. Vodafone verbuchte im selben Zeitraum einen Zuwachs von 906.000 auf 29,2 Mio. Kunden und der kleinste deutsche Mobilfunknetzbetreiber o2 gewann 823.000 Kunden, von denen 278.000 Kunden einen Postpaid-Vertrag abschlossen. Im Gesamtjahr erzielte T-Mobile Deutschland einen Zuwachs von mehr als 2,1 Mio. Teilnehmern. Besonders erfolgreich waren dabei die Relax Voice Tarife, die sich im gleichen Zeitraum auf knapp 2,7 Mio. Kunden in Deutschland verdoppelten und in Westeuropa sogar auf 6 Mio. Kunden verdreifacht werden konnten. Insgesamt konnte der durchschnittliche Umsatz je Kunden und Monat (ARPU) in Deutschland stabil bei 23 Euro gehalten werden.

Wachstumstreiber im T-Mobile-Verbund war erneut T-Mobile USA. Im vierten Quartal 2005 konnten allein in den USA rund 1,4 Mio. Teilnehmer als Neukunden begrüßt werden, was den Kundenstamm auf 21,7 Mio. erhöhte. Innerhalb eines Jahres erhöhte sich die Kundenzahl der US-Tochter damit um rund 4,4 Mio. bzw. 25 Prozent und gewann so viele Neukunden wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Die erfolgreiche Vermarktung der stark datenorientierten Endgeräte wie BlackBerry und Sidekick konnte ebenfalls fortgesetzt werden. T-Mobile USA hat im vierten Quartal bei den Datendiensten 123.000 Kunden gewonnen und bedient damit knapp 1,1 Mio. Nutzer in diesem Bereich.

Bis zum Jahresende wurden in Westeuropa insgesamt über 400.000 web&walk fähige Endgeräte verkauft (davon knapp 300.000 in Deutschland), wobei sich aktuell über 100.000 Kunden für eine zusätzliche Daten-Option entschieden haben. Beim Datendienst W-LAN erhöhte sich die Nutzung in Westeuropa im Vergleich zum Vorjahr auf rund 150 Mio. Minuten, was mehr als einer Verdreifachung entspricht. Weltweit erhöhten sich die Umsätze aus Daten mit neuen Diensten, also ohne die klassischen SMS-Umsätze, im Jahresvergleich um 43 Prozent auf rund 900 Mio. Euro.

In Großbritannien gewann T-Mobile UK rund 845.000 Neukunden (inkl. Virgin Mobile). Der Kundenbestand beträgt zum Jahresende 2005 inklusive der Virgin Mobile Kunden nunmehr 17,2 Millionen. In den Niederlanden konnte der Kundenstamm um rund 16 Prozent gesteigert werden und im umkämpften österreichischen Markt wurde ein Plus von sechs Prozent verzeichnet. Bei T-Mobile CZ erhöhte sich die Kundenzahl im Jahresvergleich um über 274.000 auf nunmehr 4,6 Mio. Dabei konnten mit 183.000 beinahe doppelt so viele Vertragskunden wie Prepaidkunden gewonnen werden. Auch das restliche Osteuropa entwickelte sich für die Bonner positiv. Die Zahl der Mobilfunkkunden vergrößerte sich um über zwölf Prozent im Jahresverlauf auf insgesamt 9,2 Mio. Im vierten Quartal konnten 403.000 neue Teilnehmer hinzu gewonnen werden.

Ebenfalls erfolgreich verlief das Breitbandgeschäft des Telekom-Konzerns. T-Com konnte die Zahl der Breitbandanschlüsse im In- und Ausland im vierten Quartal 2005 um rund zehn Prozent bzw. 762.000 Anschlüsse auf 8,5 Mio. erhöhen, von denen rund 7,9 Mio. in Deutschland eingerichtet wurden. Negativ ist die Bilanz der Festnetzanschlüsse. Die Zahl der Anschlüsse einschließlich ISDN sank im Jahresverlauf um 3,7 Prozent auf 41,2 Mio. Allein in Deutschland lag der Rückgang bei rund vier Prozent auf 35,2 Mio. Anschlüsse.

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