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Deutsche Telekom: Festnetz setzt die Bonner unter Druck

04.04.2006 | 16:25 Uhr |

Die Deutsche Telekom, der größte Telekommunikationskonzern in Europa, verordnet seinem Festnetzbereich T-Com Sparmaßnahmen, die in den Augen vieler Angestellten für Entsetzen sorgen dürften. Wie der Unternehmens-Chef Kai-Uwe Ricke gestern mitteilte, sollen allein in diesem Segment bis zu 32.000 Mitarbeiter entlassen werden, Gründe dafür sind unter anderem der wachsende Druck durch die Konkurrenz und die daraus resultierende schwache Produktivität von T-Com.



Auch Gewerkschaften laufen Sturm gegen die Vorhaben des einstigen Monopolisten: "Wir sind fassungslos, ein Personalabbau in dem Umfang ist nicht akzeptabel", erklärte ein Mitglied des Betriebsrates. Die Telekom versuchte währenddessen die Wogen zu glätten. So sind bislang keine betriebsbedingten Kündigungen geplant, der Konzern möchte sich auf Stellenabbau durch Abfindungen und Altersteilzeit konzentrieren.



Mit den Einsparungen soll die Wirtschaftlichkeit der Telekom gestärkt werden, wodurch Investitionen in anderen Bereichen finanzierbar sind. Künftig sollen die Bereiche Telefonie, Breitband und Unterhaltung im Mittelpunkt stehen, Experten sehen darin die Zukunft der großen Mobilfunkanbieter. "Wir sind entschlossen, an diesen Perspektiven deutlich zu partizipieren", der der Konzern-Chef. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes soll der Kunde Daten mit 50 MBit/s empfangen, die Kosten für die Telekom belaufen sich auf drei Milliarden Euro.

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