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Deutsche Musikwirtschaft geht gegen Downloads vor

20.09.2007 | 15:11 Uhr |

Mit der erzwungenen Schließung von mehreren eDonkey-Servern wehrt sich die Musikindustrie erneut gegen illegale Downloads.

Die deutschen Phonoverbände ( IFPI ) haben wiederholt den Kampf gegen illegale Musik-Downloads aufgenommen. Der Musikindustrie sind insbesondere Online-Tauschbörsen ein Dorn im Auge, da dort kopierte Musiktitel in großer Anzahl den Besitzer wechseln. Jetzt musste ein deutscher eDonkey-Serverbetreiber seine Rechner vom Netz nehmen, nachdem er mehrere einstweilige Verfügungen der Landgerichte Hamburg, Köln, Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt erhalten hatte. Laut der Musikindustrie habe es bei den „Donkey Servern 1 bis 6“ um die „weltweit größten Knotenpunkte“ der Tauschbörse gehandelt. Demnach sei es zu „erheblichen Einschränkungen“ bei der Nutzung des P2P-Dienstes gekommen.

Bereits im Juli war die IFPI auf ähnliche Weise gegen Serverbetreiber vorgegangen. Als Hauptargument gilt die „Störerhaftung“, da auf den Servern selbst keine Dateien zum Tausch angeboten werden. Der Serverbetreiber selbst reagierte laut Medienberichten vor allem aufgrund des hohen Streitwerts auf die einstweiligen Verfügungen – allerdings sei die Abschaltung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfolgt. Zwar ist eine Serverabschaltung nichts neues, allerdings facht sie Diskussion um die Urheberrechtsregelungen in Deutschland erneut an. Die Schweiz hatte erst kürzlich derartige Downloads für den privaten Gebrauch für legal erklärt.

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