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Deutsche Musikindustrie: 16 Prozent Mehrwertsteuer für CDs "ungerecht"

20.11.2003 | 16:26 Uhr |

Der Bundesverband der phonographischen Wirtschaft hat am Donnerstag auf seiner Internet-Seite eine Petition gstartet, in der sich Musikfans für eine Senkung der Mehrwertsteuer für Musik-CDs aussprechen können. Den derzeit für CDs geltenden Mehrwertsteuersatz bezeichnet Gerd Gebhard, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände als "ungerecht". Die "Diskriminierung von CDs" müsse beseitigt werden.

Der Bundesverband der phonographischen Wirtschaft hat am Donnerstag auf seiner Internet-Seite eine Petition gstartet, in der sich Musikfans für eine Senkung der Mehrwertsteuer für Musik-CDs aussprechen können. Den derzeit für CDs geltenden Mehrwertsteuersatz bezeichnet Gerd Gebhard, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände als "ungerecht". Die "Diskriminierung von CDs" müsse beseitigt werden.

"CDs sind ebenso Kulturgut wie Bücher und Noten, für die heute schon der ermäßigte Satz von 7 Prozent gilt. Nur für CDs müssen Musikfreunde nach wie vor 16% zahlen - einfach ungerecht", so Gebhard. Die Musikwirtschaft erwarte vom Bundesfinanzminister, dass eine Senkung der Mehrwertsteuer für CDs in Angriff genommen werden.

Die EU-Finanzminister entscheiden in Kürze über eine Liste von Produkten, die mit einem ermäßigten Steuersatz belegt werden können. In dieser Liste seien CDs bisher nicht aufgeführt. Die Europäische Kommission prüft zur Zeit, ob sie Tonträger als steuerbegünstigte Kulturprodukte vorschlägt. Voraussetzung sei allerdings zunächst ein positives Votum der EU-Finanzminister. "Letztlich entscheidet in Deutschland die Bundesregierung, ob sie von einer Möglichkeit zum ermäßigten Steuersatz dann auch Gebrauch machen will", so der Bundesverband.

Die über die Online-Petition gesammelten Unterschriften werden vom weltweiten Tonträgerverband IFPI in London geführt.

Website des Bundesverbandes

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