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Deutsche Bank ändert Online-Angebot

06.11.2001 | 13:26 Uhr |

Die Deutsche Bank hat ihr Online-Tochter-Unternehmen Moneyshelf.de eingestellt. Das Angebot von Moneyshelf wurde in die Deutsche Bank 24 unter dem Namen "Moneyshop" integriert. Kunden von Moneyshelf können ihre bisherigen Konten mit den alten Zugangsdaten weiterhin nutzen.

Die Deutsche Bank hat ihr Online-Tochter-Unternehmen Moneyshelf.de eingestellt. Das Angebot von Moneyshelf wurde in die Deutsche Bank 24 unter dem Namen "Moneyshop" integriert. Kunden von Moneyshelf können ihre bisherigen Konten mit den alten Zugangsdaten weiterhin nutzen.

Anmeldung zu Moneyshop

Für Kunden des eingestellten Online-Portals Moneyshelf soll sich bei Moneyshop nichts ändern. Die bestätigte Michael Lermer, Pressesprecher der Deutschen Bank 24 für Online- und Fachmedien, gegenüber der PC-WELT. Der Zugang zu den bisherigen Onlinekonten beziehungsweise zum Onlinedepot bleibt auch nach der Integration in die Deutsche Bank 24 mit den alten Passwörten und den zugeteilten PINs und Telefon-PINs möglich. Die Deutsch Bank 24 garantiert weiterhin wie vereinbart den fünfprozentigen Zinssatz für das "Mehrzins-Konto" bis zum Jahresende.

Moneyshelf sollte ein Rundum-Portal für Finanz-Dienstleistungen aller Art sein. Doch der mit einem millionenschweren Marketing-Aufwand beworbene Onlineauftritt von Moneyshelf konnte Medienberichten zufolge nicht die Erwartungen erfüllen. Noch im Sommer hatte Moneyshelf in einer breit angelegten Werbekampagne mit dem "Mehrzins-Konto" versucht, Kunden zu akquerieren. Moneyshelf versprach damals den ungewöhnlich hohen Zinssatz von fünf Prozent für jederzeit kündbare Tagesgeldeinlagen.

Moneyshelf sagt Tschüss

Moneyshop soll sich vom bisherigen Online Investment Center Maxblue durch die breitere Produktpalette, die auch Angebote von Drittanbietern umfasst, unterscheiden. So können bei Moneyshop zum Beispiel - wie zuvor auch bei Moneyshelf - Versicherungen online abgeschlossen werden. Maxblue bleibt hingegen auf Aktien- und Fondsgeschäfte beschränkt.

Der offizielle Grund für die Integration von Moneyshelf in die Deutsche Bank 24 unter dem Spartennamen Moneyshop laut Lermer: Die Deutsche Bank wolle ihren Kunden einen erweiterten Service und ein breiteres Angebot zur Verfügung stehen. Der tatsächliche Grund für das Scheitern von Moneyshelf dürfte Medienberichten zufolge in der zu geringe Zahl von angemeldeten Kunden und eventuell in technischen Probleme zu suchen sein.

Die Deutsche Bank wollte alle Kunden von Moneyshelf bis zur Einstellung des Moneyshelf-Portals am Montag von der Umstellung schriftlich informieren. Dies klappte jedoch nicht in allen Fällen, einige Kunden bemerkten die "Einstellung" ihrer Bank erst beim Öffnen der Website.

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