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Designstudien: Siemens zeigt seine Klauen

Mit neuen Modell-Entwürfen machen Hersteller von Mobiltelefonen mehrmals jährlich auf sich aufmerksam. Häufig werden jedoch Studien gezeigt, deren Weg nicht in die Schaufenster der Verkäufer sondern lediglich in die Schubladen der Entwickler führt. Nur selten werden ausgefallene Ideen tatsächlich in Serie produziert, doch gerade in den letzten Monaten konnten Designer mit innovativen Produkten auf sich aufmerksam machen. Product Visionaires, ein in Berlin ansäßiges Unternehmen und 100 prozentige Tochter von BenQ, hat ebenfalls neue Entwürfe für Mobiltelefone vorgestellt, von denen tatsächlich einige Geräte den Sprung in den Handel schaffen könnten.





Mit der Designstudie 'Jaw' (zu Deutsch: Klaue) zeigt Product Visionaires einen Slider, dessen Vorderseite nach oben geschoben und somit das Tastenfeld freigelegt werden kann. Interessant ist neben der Formgebung von Ober- und Unterseite, zwischen denen sich über der Tastatur eine Aussparung befindet, auch das LCD am Rand des Geräts, mit welchem kurze Nachrichten mitgeteilt werden können.



Mit dem 'Armadillo' wird ein ebenfalls sehr innovatives Produkt gezeigt, welches insbesondere wegen seines Öffnungsmechanismus für Faszination sorgt: Vorder- und Rückseite des Slider sind durch ein Metallband miteinander verbunden. Möchte man das Armadillo (zu Deutsch: Gürteltier) öffnen, wird die Hinterseite nach oben geschoben, sodass die Vorderseite nach unten gleitet und das Display sowie die Tastatur freigibt. Auf diese Weise ist das Gerät hervorragend gegen Stöße, Spritzwasser und Kratzer geschützt.



Gänzlich wasserdicht ist hingegen der 'Bubblemax'. Dabei handelt es sich um ein ballförmiges Modell, welches auch beim Schwimmen verwendet werden kann, die integrierte Kamera zeichnet Fotos unter Wasser auf. Fraglich ist hingegen, wie mit dem Bubblemax telefoniert werden soll, eine Möglichkeit wäre die Verbindung via Bluetooth, was allerdings das Tragen eines Headsets voraussetzen würde.



Auch ein Spielehandy darf in der Vielfalt der vorgestellten Designstudien nicht fehlen. Der 'Big Gamer' erinnert in seiner Form ein wenig ans Nokia 7600, wird technisch allerdings einiges mehr zu bieten haben. Interessant bei diesem Gerät ist der Mechanismus, mit welchem aus dem Gerät eine portable Spielekonsole wird. Das Display kann um 180 Grad nach rechts geöffnet und anschließend abermals 180 Grad um seine eigene Achse gedreht werden. Auf diese Weise entsteht ein Joypad ähnlicher Griff, welcher dem Spieler eine bessere Ergonomie bietet als bisherige Modelle.

Bisher ist unklar, ob tatsächlich eines der vorgestellten Geräte im Handel erscheinen wird, in der Vergangenheit waren die Erfolgsaussichten eher gering. Fragwürdig ist zudem, seit wann die Studien in den Schubladen der Designer liegen, denn alle Geräte sind mit dem früheren Siemens-Logo versehen - von BenQ fehlt hingegen jede Spur. Vielleicht sind die Taiwaner diesmal mutig genug, innovative Modelle auch in Serie auf den Markt zu bringen.

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