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Der Erfinder der Maus ist tot

04.07.2013 | 10:07 Uhr |

Im Alter von 88 Jahren ist am Dienstag der Erfinder der Computermaus gestorben. Doch die Maus ist nicht Engelbarts einziges Verdienst in der IT-Welt.

Im Alter von 88 Jahren ist Douglas C. Engelbart am Dienstag in seinem Haus in Atherton, Kalifornien, gestorben. Engelbart erfand die Computermaus. Er wurde 1925 geboren und diente später als Radar-Techniker in der U.S. Navy. Nach dem Krieg studierte er Elektrotechnik an der Oregan State University. Seinen Doktor machte er an der University of California, Berkeley. Zwischen 1959 und 1979 leitete er das Augmentation Research Center des Stanford Research Institute (heute: SRI International). 1963 schuf er das Konzept der ersten Computermaus aus Holz. Aber die Öffentlichkeit wurde erst Jahre später darauf aufmerksam, was auch an den damals mangelnden grafischen Oberflächen gelegen hat.

Doch Engelbarts Forschungen beschränkten sich nicht nur auf die Computermaus. Er stellte 1968 in San Francisco das Konzept der Hypertext-Links, Echtzeit-Textbearbeitung, den Gebrauch mehrerer Programmfenster und Telekonferenzen vor. Auf der Konferenz zeigte er außerdem seine Maus. Er erklärte dem Publikum den Gebrauch im Verbund mit einer Tastatur. Die Präsentation können Sie noch heute auf Youtube sehen. Witzig: Er entschuldigt sich beim Publikum für seine Namensgebung "Maus" und fragt sich selbst, warum er die Erfindung so nennt. Es habe sich einfach eingebürgert, dass er sie so nenne. Anfangs hat er sie, wie bei Wikipedia nachzulesen ist, als "X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem" entwickelt.

Für sein Lebenswerk hat Engelbart diverse Preise erhalten, darunter die National Medal of Technology im Jahr 2000, den Lemelson-MIT-Preis 1997 und den Turin Award ebenfalls im Jahr 1997.

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