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Der "kompyuta" soll in Afrika künftig einheimische Sprachen sprechen

Einen eigenen "kompyuta", wie Computer auf Kiswahili heißt, besitzt in Ostafrika nur etwa ein Prozent der Bevölkerung. Und wer kein Englisch kann, hatte bislang auch nicht viel von den sich schnell ausbreitenden Internetcafés. Alle gängigen Computerprogramme werden in Ostafrika bislang nur auf Englisch vertrieben. Die UNESCO schätzt, dass 90 Prozent der weltweit etwa 6000 Sprachen nicht im Internet vertreten sind. Doch in Afrika deutet sich ein Wandel an.

Die Suchmaschine Google bietet inzwischen eine Kiswahili-Oberfläche an. Und Microsoft will Mitte des Jahres Windows- und Office-Versionen auf Kiswahili herausbringen, in der Sprache, die in sechs Ländern von etwa 100 Millionen Menschen gesprochen wird. "Wir wollen mehr Menschen in Afrika den Zugang zu Computern ermöglichen", sagt Patrick Opiyo, Projektmanager bei Microsoft in Nairobi.

Kiswahili ist entstanden, als arabische Seefahrer an der ostafrikanischen Küste mit der Bantu-Bevölkerung Handel treiben wollten. Da die Oberschicht in den ehemals britischen Kolonien am Englisch festhält, hat sich Kiswahili nur langsam modernisiert.

Für viele Begriffe aus der Computerwelt hat sich noch kein eigenes Kiswahili-Wort durchgesetzt. "Das fängt schon bei 'kompyuta' an, das ja aus dem Englischen kommt", sagt Opiyo. "Manche sagen inzwischen lieber 'tarakilishi', was mit dem Kiswahili-Wort für 'rechnen' verwandt ist." Keine Übersetzungsschwierigkeiten gab es bei der (Computer)-Maus - dafür wird auch auf Kiswahili einfach der Tiername verwendet.

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