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Der kleine Internet Explorer

Der Pocket Internet Explorer ist für das Update von Microsofts Handheld-Betriebssystem Windows CE konzipiert. Er kommt mit SSL-Verschlüsselung, dem MP3-Player Windows Media Audio sowie einer Software zum Lesen von elektronischen Büchern.

Microsoft stellt auf der CeBIT den Pocket Internet Explorer vor. Firmenvertretern zufolge handelt es sich dabei um einen Internet Explorer für Handhelds, der über Verschlüsselungstechnik gemäß Secure Sockets Layer ((siehe Glossar)) verfügt. Laut Microsoft-Manager Brian Shafer lassen sich damit auch Banktransaktionen über einen Handheld-PC ohne Sicherheitsbedenken erledigen.

Damit laufen die Windows-CE-basierten Rechner erstmals mit dem Microsoft-eigenen Browser. Die bisherigen Geräte arbeiteten mit Produkten von Drittanbietern.

Der neue Mini-Browser ist laut Shafer bedienfreundlicher. Er soll HTML sowie XML unterstützen und lässt sich in komprimierter Form als eine Art Schnellansicht sowie in voller Größe auf dem Handheld-Display darstellen.

Das Update von Windows CE, mit dem die kommende Generation von Mini-PCs läuft, wird unter dem Namen "Pocket PC" vermarktet. Neu sind der ClearType-Reader, mit dem sich elektronische Bücher lesen lassen, sowie Microsofts MP3-Player-Software Windows Media Audio. Microsoft hofft, mit der neuen Version endlich Marktanteile zu gewinnen. Bislang konnte sich Windows CE gegen den Marktführer Palm nicht durchsetzen, der etwa 80 Prozent des Marktes abdeckt.

Zahlreiche Hersteller haben Pocket-PC-basierte Mini-Rechner angekündigt - darunter Compaq und Hewlett-Packard. Sie sollen im Frühjahr auf den Markt kommen. Siemens und Casio wollen außerdem Pocket-PC-Geräte mit integriertem GSM-Handy vorstellen. (PC-WELT, 24.02.2000, sp)

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