692074

Der erste Visio-Virus

24.01.2000 | 00:00 Uhr |

Für die Design- und Diagramm-Software Visio 2000 von Microso

Für die Design- und Diagramm-Software Visio 2000 von Microsoft ist ein Virus geschrieben worden. Das meldet die Online-Publikation Tecchannel, eine Schwester von PC-WELT. Microsoft hatte das Unternehmen Visio im September 1999 gekauft und die Produkte um die Scriptsprache VBA ergänzt. Diese "Schwachstelle" nutzte nun ein Virenprogrammierer.

Der Eindringling V5B/Unstable wurde in letzter Zeit an mehrere Antivirenhersteller geschickt. Der polymorphe Makrovirus schlägt am 31. eines Monats zu, wenn der Anwender infizierte Visio-Dokumente öffnet. Da standardmäßig die Warnung vor Makrocode in Visio 2000 deaktiviert ist, kann der Eindringling sich ungehindert ausbreiten.

Er macht sich zunächst durch eine Messagebox mit folgendem Inhalt bemerkbar:

"Visio2000.Unstable"

"Unstable, it's hard to be the one who's strong"

"Who's always got a shoulder to cry on"

"Who's got a shoulder for me?"

Gleichzeitig verseucht der Virus alle Dateien mit der Erweiterung vss, vsd und vst im Visio-Programmverzeichnis. Durch die Infektion der Vorlagen kann V5M/Unstable nun auch jede neu erstellte Datei befallen. Deren Eigenschaften ändert der Virus in "Visio2k.Unstable" und verwendet dies als Indiz für eine bereits erfolgte Infektion. Einen Blick auf den Quellcode per Visual Basic Editor verhindert der Virus, indem er alle Fenster der Entwicklungsumgebung deaktiviert.

Gegen V5M/Unstable, der auch unter V2KM/Unstable, Visio2000.Unstable, Visio2k.Unstable bekannt ist, helfen die neuesten Updates der Antivirenhersteller. (PC-WELT, 24.01.2000, he)

Weitere Informationen zu Viren erhalten Sie in der Virendatenbank der PC-WELT:

Virendatenbank der PC-WELT

Scanner verbreiten neuartigen Zip-Virus (PC-WELT Online, 17.01.00)

Win-2000-Virus nur für Buch der Rekorde? (PC-WELT Online, 18.01.00)

0 Kommentare zu diesem Artikel
692074