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Der beste Zeitpunkt zum Speicherkauf

20.04.2005 | 15:55 Uhr |

Sie wollen Arbeitsspeicher nachrüsten? Dann warten Sie besser noch ein wenig. Experten rechnen nämlich mit einem weiteren, spürbaren Preisrückgang bei DDR-Speicher.

Bereits seit Jahresanfang 2005 kennen die Preise für DDR-RAM nur einen Weg: Nach unten. Um mehr als 40 Prozent ist dieser Speichertyp im genannten Zeitraum im Preis gesunken.

Durch den Preisverfall bei DDR-RAM werden die Hersteller vermutlich dazu genötigt, den Nachfolger – DDR2 (der schneller ist und weniger Strom verbraucht als DDR-RAM, was besonders für Notebooks wichtig ist) – stärker zu bewerben. Denn bei DDR2 sind die Gewinnmargen höher als bei DDR-Speicher, also lohnt es sich für die Hardwareproduzenten umzusteigen.

Deshalb rechnen Marktbeobachter damit, dass DDR2 herkömmlichen DDR-Speicher bei den Verkaufszahlen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2005 überholen könnte. Im März 2005 machte DDR2-RAM gerade einmal ein Fünftel der gesamten DDR-Speicherproduktion aus.

An den internationalen Handelsbörsen, an denen die Speichersteine gehandelt werden, ist der Preis für einen DDR400-Baustein seit Anfang des Jahres um zirka 35 Prozent gefallen. Für Mai erwarten einige Analysten durchaus einen Preisverfall bis auf 50 Prozent im Vergleich zum 1. Januar. Einige Beobachter halten sogar als "worst case scenario" um bis zu 60 Prozent Preisrückgang für möglich. Das "worst case" ist natürlich auf die Sicht der Hersteller bezogen, die Endkunden dürfen sich darüber freuen.

Da einige Speicherhersteller bereits bei einem Preisrückgang um zirka 40 bis 50 Prozent die Speicher nur noch mit Verlust produzieren können, dürften diese dann bald schleunigst auf DDR2 umsteigen.

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