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Der PC: Bazillen-Hochburg und Viren-Schleuder

14.05.2002 | 09:33 Uhr |

Vor Computerviren der biologischen Art warnen Forscher der University of Arizona. Laut einer Studie des Molekularbiologen Charles Gerba sind PC-Tastaturen 400-mal stärker mit Bazillen und Viren verseucht als eine von ihm definierte "durchschnittliche Toilette".

Vor Computerviren der biologischen Art warnen Forscher der University of Arizona : Laut einer Studie des Molekularbiologen Charles Gerba sind PC-Tastaturen 400-mal stärker mit Bazillen und Viren verseucht als eine von ihm definierte "durchschnittliche Toilette", wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Diese Definition stellt eine Quersumme der von Gerba ermittelten in den USA üblichen Zustände der stillen Örtchen dar.

Allerdings hat der Wissenschaftler wohl nur gut gesäuberte Porzellanschüsseln näher in Augenschein genommen, denn laut Studie ist auch eine frisch geputzte Wohnung noch 200-mal stärker belastet als der Durchschnittsabort. Außerdem sind die meisten der in den Keyboards gefundenen Lebewesen völlig harmlos.

Besonders stark verseucht sind Firmenrechner, auf deren Tastaturen verschiedene Mitarbeiter ihre Finger wetzen, so Gerba. Dort finden sich neben Niesspuren auch Essensreste und Haarschuppen.

Milben dagegen finden ideale Lebensbedingungen im Inneren des PCs. Durch den Gehäuselüfter angesogen kommen die Tierchen an ein warmes Plätzchen, an dem sie immer gut mit Staub versorgt werden, in dem sie ihre Nahrung finden.

Gegen schmutzige Tastaturen soll übrigens Ausschütteln und Desinfizieren mit handelsüblichen Reinigungssprays helfen. Experten raten jedoch, von dem Einsprühen von Milbensprays in das Rechnergehäuse abzusehen - Kurzschlüsse sind bei solchen Aktionen nicht ausgeschlossen.

Computervirus "Klez" sorgt für Ärger und Peinlichkeiten (PC-WELT Online, 30.04.2002)

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